Stressiger P2 beim 9h Race in Eiselfing

Nur knapp 2 Wochen nach dem tollen 24h Rennen in Eiselfing waren wir schon wieder dort. Am vergangenen Samstag fand da schliesslich der 5. Lauf der TKC Süd mit einem 9h Rennen statt. Leider mussten wir das Rennen ohne Tobi fahren, der zeitgleich sehr erfolgreich an der Kart World Championship (KWC), im polnischen Stettin, teilnahm und dort mit dem Team BRD u.a. den Nations Cup gewonnen hat.

Aber auch ohne Tobi rechneten wir uns gute Chancen aus diesmal den Sprung aufs Treppchen zu schaffen. Bei der Kartauslosung zogen wir den Buchstaben I und erwischten ein Kart, welches zwar schwierig zu fahren war, aber doch ins obere Mittelfeld gehörte. Das 80 Min. Training konnten wir dann in einer 1:06:883 Min. auf P4 abschliessen. Danach war auch klar, das Silvan, Daniel und wenn möglich Kevin im Qualifying starten sollten.

Nachdem Silvan das Kart in Q1 in einer 1:07:269 Min. auf P5 stellte, wiederholte Daniel in Q2 das Ergebenis fast aufs Hundertstel. In einer 1:07:238 Min. erreichte er in der allerletzten Runde auch noch P5 der zur Teilnahme an Q3 berechtigte. Hier konnte Kevin dann mit dem neutralen Kart in einer 1:07:265 Min. sich um einen Platz auf P4 verbessern. Die Pole ging an Kart & fun Neckartenzlingen, die nach ihrem P3 von vor 2 Wochen wie elektrisiert fuhren.

Auf Grund der extrem hohen Temperaturen entschlossen wir uns, Kevin am Start gleich den ersten Short-Turn fahren zu lassen. Somit konnte Björn dann gleich darauf den Heavy Turn in Angriff nehmen. Da unser Start-Kart aber unten raus zu schwach war fuhr Kevin bis zum 1 Kartwechsel und übergab dann nach 41 Min. an Björn. Zuvor war er aber, erwartungsgemäss, trotz einer konstanten Leistung wieder hinter Go Fast 1 auf P5 zurückgefallen.

Einmal mehr fuhr Björn dann einen überzeugenden Heavy Turn. Fast über die ganze Dauer konnte er sich einen tollen 2-Kampf mit Michael Bräutigam von Go Fast 1 liefern. Mit dem ersten Kart konnte er sogar die Lücke zu Go Fast 1 wieder schliessen und wieder auf P4 vorfahren.  Zwar konnte Michael mit dem 2. Kart das Blatt wieder wenden, aber Björn liess sich nicht abschütteln und übergab am Hinterrad von Go Fast nach 78 Min. an Daniel.

Daniel bekam nun ein extrem gutes Kart und konnte sich schnell weiter nach vorne arbeiten. Je länger er fuhr desto dunkler wurde es allerdings. Die meisten Wetter Apps verhiessen nichts Gutes. Dann unterlief mir ein (fast) kapitaler Fehler. Unbedingt wollte ich noch einen Fahrerwechsel vor dem Regen machen und holte Daniel nach 61 Min. in die Box, damit Silvan übernehmen konnte.

Genau im richtigen Moment zwar, denn Silvan war noch gar nicht wieder richtig draussen, da fing der Regen schon an.  Denoch dauerte es noch gut 7-8 Min. bis das Pacekart auf die Strecke musste und die Halle tatsächlich geschlossen wurde. Daniel hätte also noch mind. gut 5 Min. weiterfahren können. Somit aber führte meine Entscheidung zu einem recht stressigem weiteren Rennverlauf.

Schnell war mir klar, dass ich Daniel zu früh rausgeholt hatte. 65-66 Min. wären viel entspannter gewesen. So war aber klar, dass 61 Min. zwar bei einem 7h Rennen locker kompensiert werden können, nicht aber bei einem 9h Rennen. Dies liegt an der gleichen max. Stintzeit von 83 Min., die unabhängig von der Renndauer gilt. Um jetzt einen zusätzlichen Fahrerwechsel zu vermeiden gingen wir nun volles Risiko, da uns auch die relative schnelle Wiedereröffnung des Aussenbereichs, mit einer zweien Pacekart Phase, nicht weiterhalf.

Bei noch 5 geplanten Stints mussten wir mind. 3 auf die exakt erlaubte Fahrzeit bringen, während wir bei nur 2 Stints Luft in Form von nur einer Minute hatten. Insgesamt alles Mist, wenn eine Rundenzeit deutlich über einer Minute liegt. So galt es dann genau auf die Uhr zu schauen und zu ermitteln, wann die Fahrer reinkommen müssen, damit sie genau auf diese 83 Min. kamen und wir keine Fahrzeitüberschreitung haben.

Das galt dann auch schon für den jetzt fahrenden Silvan, der aber von dem ganzen Dilemma natürlich nichts mitbekommen hatte. Eigentlich fahren die Fahrer weiter, wenn sich jemand anderes in die Box begibt und man mit zusätzlicher Standzeit rechnen muss. Das durfte, bei einer Fahrzeit von über einer Minute pro Runde, diesmal nicht passieren. Eine Fahrzeitüberschreitung bedeutet Schwarz und eine 30 Sek. Strafe, was deutlich mehr ist als ein zusätzlicher Fahrerwechsel.

Am Ende klappte dies nicht nur bei Silvan sondern auch bei allen anderen Stints. Zwar hätten wir das Prozedere dann auch abbrechen können, da einer unserer Hauptkonkurrenten Scharmüller eben genau das passiert war. Fahrzeitüberschreitun, 30 Sek. Strafe. Am Ende hätten wir dann auch noch 2 Fahrerwechsel machen können und wären trotzdem auf P2 gelandet.

Wir blieben jedoch bei unserer Risikovariante, weil wir dann mit jedem weiteren Stint sehr genau wussten, ob es klappt oder nicht. Wenn nicht hatten wir ja eben noch die beiden Stints mit 1 Minute Luft. Am Ende dann zwar auch ein für mich und Clemens stressiges Rennen, aber auch sehr erfolgreich. Das lag natürlich auch an allen 4 Fahrern, dies sich insgesamt zum 24er um mindestens 50% zu steigern wussten und alle eine Top Leistung ablieferten.

So fuhren Silvan (83 Min.), Kevin (83 Min.), Daniel (82 Min.), Björn (29 Min.) und nochmal Silvan (83 Min.) das Rennen zu Ende und konnen am Ende einen verdienten P2 herausfahren. Während der geschlossen Zeit in der Halle fuhr dann natürlich auch Silvan unsere schnellste Rennrunde in einer 42,883 Sek. Eine Chance auf die schnellste Rennrunde hatte er allerdings nicht, da unsere Karts zu diesem Zeitpunkt eher unterperformant waren.

Die schnellste Runde schnappte daher der für WnG/Scharmüller fahrende Österreicher Christoph Stasek in einer 42,524 Sek. Ein besonderer Glückwunsch geht von uns an das Kart & fun Racing Team. Einfach unglaublich was die 3 Piloten Matze, Niclas und Uwe da für ein Feuerwerk abbrannten. Haben wir uns im Verhältnis zum 24er um 50% gesteigert, so haben sich diese 3 nochmal um 150% gesteigert. Einfach der Hammer!

Egal wer und wann im Kart sass, man erntete nur ungläubiges Staunen angesichts deren Performance. So müssen wir zu unserem Leidwesen auch sagen, dass wir zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch einer Chance hatten die Neckartenzlinger anzugreifen. Trotz dessen, das sie auf P1 liegend natürlich auch die meisten Zeit während der beiden Pacekart Phasen verloren haben. Den Zahn zogen sie uns schon relativ frühzeitig.

Glückwunsch aber auch an P3 Scharmüller, die am Ende noch Schadensbegrenzung betreiben konnten. Vielen Dank auch an alle übrigen Teilnehmer für ein einmal mehr super faires Rennen in der TKC sowie an Thomas Schaller für die sehr souveräne und unaufgeregte Rennleitung. Dank aber auch an Charly und Gerti sowie Marcus und seinem Team, die ebenfalls zu jederzeit alles im Griff hatten.

Endstand:

 TKC 5. Lauf 9h Eiselfing - 28.07.2018Runden
1.Kart & fun Neckartenzlingen490
2.Formiko Racing Team489
3.Scharmüller/WnG A/D489
4.Go fast pb upgraded RT 1488
5.Nitro Racing Team488
6.WnG/Scharmüller488
7.Hot Wheels Team 1488
8.Kart & fun fun486
9.Apex Racing486
10.Go fast pb upgraded RT 2486
11.BKD Günzburg486
12.Paydrivers486
13.Kart 2000 Racing Team485
14.Hot Wheels Team 2485
15.Racing Team Stuttgart483
16.Dampfwalze Racing Team Landau482
17.Oachkatzlschwoaf Racing Team479
18.Undercut Racing478

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