Sieg beim INdy 1000 in Ingolstadt

Die Winterpause ist endlich beendet. Am vergangenen Samstag, den 11.02.2017, starteten wir mit einem 10 Stunden Rennen in Ingolstadt in die neue Saison. Mit von der Partie waren auch die beiden Formiko Neuzugänge Kevin und Daniel. Gemeinsam mit Silvan und Björn gingen die 4 als Top-Favoriten in dieses Rennen. Nachdem wir dann bereits am Freitagabend angereist waren, stimmten wir uns mit einem leckeren Essen, beim Mexikaner, auf das Rennen am nächsten Morgen ein.

Gut vorbereitet trafen wir somit am nächsten Morgen auf der Kartarena ein, wo Bahnchef Christian Katzenmüller in der Nacht zum Samstag ganze Arbeit geleistet hatte. So fanden sich einige neue Schikanen auf der Strecke. Zusätzlich wurde das Rennen entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung ausgetragen. So ist ein wirklich anspruchsvoller Kurs entstanden, der den Fahrer alles abverlangte.

Das Qualifying wurde ähnlich dem der Serie von Rennleiter Thomas Schaller, in einem 3-fachen Shoot-out Qualifying gefahren. Anders war lediglich, dass bei jedem Qualy-Heat derselben Fahrer fahren durfte. So schwanden dann auch unsere Hoffnungen auf die Pole, die wir bei TKC Modus (jeder Heat muss von einem Anderen gefahren werden) sicherlich geholt hätten. Während alle anderen Teams immer auf denselben Fahrer setzten fuhr zunächst Silvan Q1 für uns und stellte das Kart, in einer 33,714 Sek. auf P3 von 12.

Danach tauschten wir den Fahrer und Björn stieg ins Kart. Auch er erledigte sein Job punktgenau und brachte das Kart in einer 33,723 Sek. auf P4 von 8 womit wir die letzte Session erreichten. Nun blieb Björn im Kart und fast hätte er das Unmögliche geschafft. In einer 33,613 Sek. verpasste er die Pole nur hauchdünn um 7/100 Sek. und landet auf P3. Vor uns nur das starke Heimteam „5 für Julia“ (33,542 Sek.) mit Johannes Meyle auf Pole, vor dem Team „Rotax MSC Vohburg“ (33,549 Sek.), das wie sich herausstellte das Brennerkart gezogen hatte.

Nach Rennstart hatte Björn dann keine Probleme an den beiden Führenden dran zu bleiben Nach gut 20 Minuten konnte er auf P2 vorfahren und nach dem ersten Kartwechsel auch die Führung übernehmen und sich deutlich von den Verfolgern absetzen. Wirklich eine klasse Leistung die Björn abgeliefert hatte. So fuhren die anderen Teams, im weiteren Verlauf, mit unserem Startkart doch deutlich langsamer. Als Zweiter Fahrer war dann Daniel, nach gut 83 Minuten, dran und knüpfte nahtlos an die gute Leistung von Björn an. Als er dann nach dem 2. Kartwechsel das Brennerkart bekam fuhr er dann auch sofort unsere schnellste Rennrunde, in einer 33,392 Sek.. Anschließend konnte er das Kart mit fast 2 Runden Vorsprung an Silvan übergeben.

Silvan und Kevin fuhren dann im Wechsel die nächsten 4 Turns. Mit ebenfalls sehr guten Leistungen konnten die Beiden den Vorsprung auf mehr als 2 Runden vergrößern. Zwar bauten die Rundenzeit insgesamt etwas ab, aber mit Zeiten um 33,7 bis 33,9 Sek. gehörten beide Piloten zu den Top Fahrern im Feld. Den vorletzten Turn fuhr dann wieder Daniel. Er übernahm das Kart von Kevin und stellte dann relativ schnell fest, dass das Kart nicht mehr vernünftig lenkte. So kam was kommen musste. Am Ende der langen Geraden brach die Lenkstange und Daniel schlug ziemlich heftig in die Streckenbegrenzung ein. Zum Glück hat er sich dabei nicht verletzt. Trotzdem dauerte es natürlich etwas, bis die Bahn das Ersatzkart an den Ort des Geschehens gebracht hatte. So war nun fast unser ganzer Vorsprung futsch, was sehr ärgerlich war.

Mit dem kalten Wechselkart hatte Daniel dann auch keine Chance die Führung gegen Thorsten Guth, am Lenker von „5 für Julia“, zu verteidigen. Trotzdem gelang es ihm sich hinten an Thorsten dran zu hängen. Auch nach dem nächsten Kartwechsel lieferten sich die beiden Piloten einen erbitterten Kampf. Thorsten versuchte alles um seinen hartnäckigen Widersacher loszuwerden, aber Daniel hielt sich störrisch am Hinterrad. Erst nach gut 70 Minuten konnte Thorsten dann einen kleinen Vorsprung von 2-3 Sekunden rausfahren, als Björn zum letzten Stint wieder das Kart übernahm.

Björn brannte dann ein wahres Feuerwerk ab und konnte dann gleich wieder die Führung übernehmen, als auch Thorsten (Achtung Wortwitz) gut(h) 60 Minuten vor Rennende ebenfalls zum letzten Fahrerwechsel in die Box abbog. Fast direkt am Hinterrad von Björn kam der letzte Fahrer für „5 für Julia“ aus der Box und versuchte sich nun seinerseits an uns dranzuhängen. Diese Rechnung ging aber nicht auf, war der Fahrer doch zu unerfahren. In weniger als 60 Minuten überholte Björn dann den einzig verbliebenen Konkurrenten um den Sieg sage und schreibe 3x, fuhr er doch mit konstanten 33,6 – 33,7 Sek. im Schnitt mehr als 1 Sek. pro Runde schneller als dieser Fahrer und gut 4-5/10 schneller als alle anderen Teams.

So konnten wir dann doch noch mit einem deutlichen Vorsprung von 3 Runden das Rennen, nach 1000 Runden und insgesamt 9:40 Stunden Fahrzeit vor „5 für Julia“ und den HotWheels 05 gewinnen. Am Ende eine insgesamt runde Veranstaltung mit einem souveränen Rennleiter Thomas Schaller. Einmal mehr hat man auch gesehen, dass Motorsport eben unberechenbar ist und bleibt. Fast hätte uns der ärgerliche Schaden doch den Sieg gekostet. Aber so ist eben Motorsport. Gewonnen hat man erst, wenn der Rennleiter das Rennen abgewunken hat.

Ein gelungener Einstand also auch für unsere beiden neuen Fahrer Daniel und Kevin, der nicht besser hätte verlaufen können. Nun sind wir schon gespannt auf das nächste Rennen, dem Start in die TKC 2017, in 2 Wochen in Landsberg.

Endstand:

 INdy 1000 - 10h Ingolstadt - 11.02.2017Runden
1.Formiko Racing Team1000
2.5 für Julia997
3.Hot Wheels 05994
4.Powerhall Racing993
5.Die vier ????992
6.ROTAX MSC Vohburg992
7.Cartteam.de991
8.Racing Team Stuttgart991
9.Karting Team Nürnberg984
10.Junioren MSC Vohburg983
11.Gumapi Racing974
12.RambaZamba Racing923

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