Rückblick German Indoor Kart Championship (GIKC)

Ein kurzer Rückblick auf die German Indoor Kart Championship (GIKC), die letztes Wochenende in Eiselfing stattfand. Eine durch und durch tolle Veranstaltung, die Christian Wolf da auf die Beine gestellt hat. Hier sieht man auch die Erfahrung, die er in den vergangenen Jahren mit viel größeren Veranstaltungen, z.B. der Kart World Championship (KWC) in Madrid und Stettin gemacht hat, wo er zunächst als Mädchen für alles dabei war und mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist.

Ein faires Reglement, dass jedem Fahrer die Möglichkeit gibt taktische Optionen zu nutzen, wie z.B. einen Pflicht Boxenstopp oder einen Short-Cut (Streckenabkürzung), um Konkurrenten zu überholen oder sich abzusetzen. Eine blaue Flagge, die hierzulande sehr bekannt ist, gibt es in den Wettbewerben der KWC nur für Überrundungen, nicht aber für Positionskämpfe. Man muss also irgendwie vorbei, sollte man weiter hinten starten.

Nach den Trainingssessions am Freitagnachmittag fand abends ein 2h Team Rennen statt, wo alle Teilnehmer erstmals den Short-Cut probieren konnten. Björn fuhr dieses Rennen zusammen mit der 16-jährigen Lena Merk (Kartbahn Waldshut) im Team „Kühlschrank Deluxe Waldshut“. Tobi hingegen fuhr zusammen mit Michael Schöttler und bildete das unschlagbare Kart 2000 Duo. Somit ein sehr gutes Training für die Einzelfahrermeisterschaft am kommenden Tag, obwohl Lena hier als Vorbereitung auch mit fast 90 anstelle der geforderten 85 Kg fuhr. Das Augenmerk lag für sie insbesondere darauf, die Strecke kennen zulernen, um am nächsten Tag für die 4 Vorrundenläufe gut gerüstet zu sein.

Für Tobi und Björn war die Zielsetzung von vornherein klar definiert. Beide wollten ihre Gewichtsklasse (Tobi 85 Kg, Björn 95 kg) gewinnen. Darüber hinaus hatte Björn sich das Ziel gesetzt, als 95 Kg Fahrer das Finale der besten 12 Fahrer zu erreichen. Somit fuhren 24 Teilnehmer in der 85 Kg Klasse sowie 7 in der 95 Kg Klasse, wobei ein Fahrer der 85 Kg Klasse relativ früh krankheitsbedingt aussteigen musste. Da es am Ende nur eine Gesamtwertung gibt fuhren beide Klassen die Rennen zusammen. In der 85 Kg hatte Tobi in den Vorläufen etwas Pech bei der Kartauslosung. Wie überall anders auch sind natürlich nicht alle Karts 100% gleich zu fahren. Kleinigkeiten können da einen ziemlichen Unterschied ausmachen. Trotzdem konnte Tobi 1x gewinnen sowie 3x P2 belegen und lag auf P3 der Gesamtwertung.

Björn hatte in seinem ersten Rennen noch mehr Pech und musste ein Kart fahren mit dem er konkurrenzlos unterlegen war. Zum Glück wurde dieses Kart dann nach den Vorläufen aus dem Wettbewerb genommen. Trotzdem langte es noch zu P8 in diesem Lauf nachdem er als Vorletzter gestartet war. In der 95 Kg Klasse bedeutete dies Rang 3 nach dem ersten Lauf. In den weiteren Läufen konnte er dann mit besseren Karts das volle Potential ausschöpfen und in den Läufen 2 und 3 jeweils hinter Pat Emberger den zweiten Platz einfahren. Im dritten Lauf verpasste er dabei die schnellste Rennrunde sowie den Sieg um einen Wimpernschlag. Vorlauf 4 schloss er dann noch einmal auf dem Podest ab und konnte wieder nur einen Wimpernschlag hinter Pat auf P3 fahren, was in der Gesamtwertung P8 bedeutete.

Beide somit im Halbfinale. Gleichzeitig stand Björn, mit sage und schreibe 28 Punkten Vorsprung, in der 95 Kg bereits vorzeitig als Sieger fest. In Halbfinale A fuhr  Tobi ein klasse Rennen und holte die volle Punktzahl inkl. Pole und schnellster Rennrunde. Somit rückte er dann auch in der Gesamtwertung wieder näher an die beiden Führenden Michael Schöttler und Pat Emberger heran. Björn erwischte es in Lauf B dagegen nicht so gut und hatte Pech, dass er Kart Nr. 6 zog. Zuvor hatte schon Michael Schöttler das Gesicht verzogen als er meinte die 6 gezogen zu haben, es stellte sich dann aber heraus, dass eben Björn die 6 und Michael die sehr gute Nr. 9 bekam. Trotzdem zeigte auch er dann im Rennen eine klasse Leistung und konnte mit dem unterlegenen Kart immerhin P5 einfahren, welcher auch ihn ins Finale der besten 12 brachte.

Vor dem Finallauf wurde dann ein Hot-Lap Qualifying ausgetragen. Jeder Fahrer auf demselben Kart eine Runde. Gestartet wurde mit P12. Somit ging Björn als 4. Pilot und einziger 95 Kg Fahrer in die Quali und konnte seinen Startplatz sogar etwas verbessern. Am Ende durfte der Sieger des Qualifying, Michael Schöttler, sich das Kart für das Rennen aussuchen. Tobi als Quali-3. wählte dann Kart 9, während sich Björn für Nr. 11 entschied. Dieses hatte im ersten Halbfinale einen sehr guten Eindruck gemacht und er konnte damit im Finale P8 belegen. Somit verbesserte er sich auch in der Gesamtwertung wieder auf P8. Für Tobi reichte es im Finale immerhin noch zu P2, womit auch er sich noch auf P2 der Gesamtwertung verbesserte und neben einem Pokal ein Ticket für die Kart World Championship gewinnen konnte.

Ein Glückwunsch geht natürlich an den verdienten Sieger Michael Schöttler sowie an P3 Pat Emberger, die nebst Pokalen beide ebenfalls ein Ticket für die Kart Weltmeisterschaft überreicht bekamen. Björn als Sieger der 95 Kg Klasse durfte sich dagegen über einen schönen Pokal sowie über ein Freiticket für die nächste GIKC freuen. Am Ende eine super Veranstaltung, die ohne Zwischenfälle durchgeführt wurde. Alle Fahrer verhielten sich sehr diszipliniert und fuhren überaus faire Rennen. Auf Grund des schlechten Wetters konnten aber leider nur die beiden Halbfinalläufe auch mit dem Outdoorteil gefahren werden. Trotzdem bot die Strecke in Eiselfing 2 Überholmöglichkeiten. Eine im vorderen Teil der Halle bei der Boxenausfahrt sowie im umgebauten hinteren Teil der Halle. Dort wurde auch der Short-Cut von der Rennleitung überwacht, die jeweils eine Person dort positioniert hatte.

Aufgefallen ist uns auch noch, dass beide weiblichen Teilnehmer: Nicole Egner und Lena Merk überzeugen konnten und beide zurecht das Halbfinale erreichten. Überrascht haben uns dagegen Nico Dercho und Ilia Drovossekov. Beide lieferten einen sau starken Event ab und konnten mit P11 und P12 am Ende überzeugen. Einmal mehr also eine grandiose Veranstaltung in Eiselfing. Ein großes Lob von uns also an Christian Wolf, der sehr souverän die Rennleitung als auch die Organisation des Events verantwortete. Einfach Tip Top. Ein großes Lob aber auch an die Personen, die ihn unterstützt haben. Allen voran natürlich Gerti und Charly Raab sowie aber auch der Rest der Crew, besonders im Bistro. Auch Marcus Hensen sorgte, wie immer, mit kurzweiligen und humorvollen Kommentaren für Heiterkeit unter den Teilnehmern.

Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung bei Euch sowie auf die GIKC 2019 und wünschen Euch eine frohe Weihnacht sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Bericht Tobi Laube — Offizielles Endergebnis GIKC 2018

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