P5 beim TKC Saisonauftakt

Ein durchaus zufriedenstellender Saisonauftakt gelang uns beim 1. Lauf der TKC im bayrischen Landsberg am Lech. Auf der anspruchsvollen Strecke der Speed Kartbahn, die über eine Brücke direkt über eine Steilkurve in den Keller führt, konnten wir am Ende Platz 5 unter 14 Startern erreichen. Eine Verbesserung um 2 Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Am Ende das Beste, was wir aus diesem Rennen rausholen konnten.

Die diesjährige TKC wartete mit einigen Änderungen im Reglement auf. Als sehr positive Änderung sehen wir den Wegfall der Strafen für Erfolge in den Rennen, d.h. es gibt keine Zeit- od. Gewichtsstrafen mehr für das Erreichen der Plätze 1-3. Auch sonst gibt es einige interessante Neuerungen, die ein Rennen insgesamt anspruchsvoller machen. So hat jedes Team 2 sogenannte Short-Turns über 25-30 Min. sowie 40-45 Min. zu absolvieren sowie einen Heavy Weight Stint über mind. 77 Minuten, mit einem Fahrergewicht von 95 Kg anstelle der sonst üblichen 85 Kg.

In der Besetzung Björn, Kevin, Silvan und Tamara starteten wir zu viert in das Rennen. Nachdem die 3 erst genannten bereits am Vorabend einige Trainingsturns auf der schwierigen Strecke absolvierten, musste Björn, nach einem heftigen Einschlag in die Streckenbegrenzung, das Training abbrechen. Heftige Schmerzen im linken Ellenbogen machten ein Weiterfahren unmöglich. Zum Glück Entwarnung am Samstag morgen. Björns Arm ging es gut und er konnte ohne Probleme in das von 60 auf 80 Min. aufgestockte freie Training gehen.

Als neues Mitglied im Team zog Kevin für uns die Startnummer 10. Ein Kart was uns zunächst vor große Probleme stellte, kamen wir doch nicht richtig in Schwung. Lagen wir zu Beginn des Trainings noch im oberen Drittel des Felds fielen wir nach und nach immer weiter zurück und beendeten dieses auf P12. Schlechte Voraussetzung also um in das Qualifying Shoot-out zu gehen und in Q1 wenigstens P10 zu erreichen um ins Q2 zu gelangen. Wir entschieden uns Kevin in das Q1 zu schicken.

Hier konnte er nun unsere beste Trainingszeit sogar etwas unterbieten und stand völlig überraschend auf eben diesem P10, der zur Teilnahme an Q2 berechtigt. Mit einer 34,593 Sek. genau 1/1000 Sekunde vor P11. Maßarbeit. Dann übernahm Silvan den Lenker und sollte versuchen uns noch etwas zu verbessern. Das gelang ihm sehr gut, da das Kart immer besser funktionierte. In einer 34,468 Sek. hätte er fast sogar den Sprung in Q3 geschafft. Am Ende P6 mit einem Rückstand von nur 1/100 Sek.

Das Rennen begann dann sehr gut. Schnell konnte Silvan sich auf P4 vor arbeiten. Das Kart lief jetzt und Silvan drückte unsere Zeit auf eine 34,350 Sek., doch auch die anderen Teams bauten immer mehr an Speed auf. Der Start Stint sollte dann auch unser erster Short-Turn werden. Nach 41 Min. lagen wir dann wieder auf P6 als Björn das Kart zum Heavy-Weight Stint mit insgesamt 96 Kg übernahm. Insgeheim hatten wir darauf gehofft, dass dieser neue HW Turn ein Vorteil für uns ist.

Eindrucksvoll bestätigte Björn unsere Annahme und konnte unsere schnellste Rennrunde sogar auf eine 34,305 Sek., die bis kurz vor Rennende bestand hatte, verbessern. Nicht nur dass, sondern auch der Sprung auf P4 waren damit verbunden. Trotzdem lagen wir nach fast 2 Rennstunden bereits gut 1 Runde hinter P1. Nun war Tamara an der Reihe und bekam dann leider, was sich später herausstellte, das mit Abstand langsamste Kart des Feldes. Eine wirklich undankbare Aufgabe, die sie aber sehr gut meisterte.

Klar war dann natürlich, dass wir P4 nicht halten konnten. Mit gut 3 Runden Rückstand lagen wir dann auf P8, wobei die führenden 4 Teams immer noch in einer Runde fuhren. P5 aber immer noch in Schlagdistanz. So versuchten wir alles eben diesen P5 noch zu erreichen. Silvan konnte dann auch unser schnellste Runde in einer 34,193 Sek. fahren. Trotzdem wurde es am Ende eine ganz knappe Kiste. Das Team GR International Racing 1 mit einem furiosen Ex-Formiko am Lenker rückte uns immer näher auf die Pelle. Wirklich toll welchen Speed Ronald (Lörincz) da abfeuerte.

Da wir immer noch unseren 2. Short-Turn von 25-30 Min. absolvieren mussten und wir nur noch wenige Sekunden Vorsprung vor P6 hatten entschieden wir uns Björn diesen Fahren zu lassen. Er konnte das Kart von Silvan direkt und ohne irgendwelche Gewichte übernehmen, um dann an Kevin zum Schlussstint zu übergeben. Das gelang perfekt. Björn mit Zeiten um 34,2 u 34,3 übergab mit immer noch gut 8 Sek. Vorsprung auf Kevin. Dieser hielt den Speed, den Silvan und Björn zuvor gefahren waren und konnte seinerseits mit ebenfalls starken 34,2 -34,3 Sek. teils sogar etwas schneller fahren als Michael Bräutigam für GR.

So überquerten wir nach 714 Runden auf P5 die Ziellinie mit immer noch gut 3 Runden Rückstand. Mehr war für uns einfach nicht drin. Herzlichen Glückwunsch an den Sieger Scharmüller/WnG A/D, der etwas glücklich das Rennen vor den weiteren Top-Favoriten K&F Eusteracing und Kart 2000 gewinnen konnte. Die schnellste Rennrunde fuhr Michael Schöttler in einer 34,075 Sek. für Kart 2000 Eiselfing. Auf diesem Wege auch nochmal ein Dank an Stefan Zeiser und sein Team, die einmal mehr eine wirklich tolle Rennflotte zusammgestellt haben.

Endstand:

 TKC 1. Lauf 7h Landsberg am Lech - 25.02.2017Runden
1.Scharmüller/WnG A/D717
2.K&F Eusteracing717
3.Kart 2000 Racing Eiselfing717
4.Black Crows716
5.Formiko Racing Team714
6.GR International Racing 1713
7.NoNames Reloaded711
8.Apex Racing711
9.Kart & Fun on the Grip710
10.BKD Günzburg710
11.Racing Team Stuttgart709
12.Hot Wheels Team 1709
13.GR International Racing 2706
14.Dampfwalze Racing703

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