P3 zum dritten mal in Eiselfing

Zum dritten mal nach Eiselfing. Nachdem die TKC schon Anfang November mit dem Finale in Limburg zu Ende ging, war es uns einfach noch zu früh die Saison wirklich zu beenden. Zum Glück stand am vergangenen Wochenende noch das 9h Race im bayrischen Eiselfing auf dem Programm. Ein Rennen noch, welches wir unbedingt fahren wollten. Als wir dann aber kurzfristig nur noch Björn und Daniel als Fahrer hatten, standen auch wir kurz vor einer Rennabsage. Ähnlich wie uns erging es auch 5 weiteren Teams, die sehr kurzfristig absagen mussten.

Das wollten wir auf keinen Fall. So kam die kurzfristig, wie überraschende Anfrage von Speedy, ob er bei uns mitfahren kann, genau zum richtigen Zeitpunkt. Obwohl in den Kart-Ruhestand getreten und nur beim diesjährigen 24iger in Eiselfing im Kart, haben wir uns sehr über diese Anfrage gefreut. Sofort war natürlich klar, dass Speedy dabei ist. Genauso klar war aber auch, dass seine Bedenken, er wäre zu langsam, unbegründet sind.

Spätestens nach dem Training waren wir einer Meinung, dass man beim Angeln viel mehr vergessen bzw. verlernen kann als beim Kartfahren. Schade, dass Speedy nur noch sporadisch und wohl nur in Eiselfing ins Kart steigt. Nach wie vor ein super Fahrer und ein toller Typ dazu. Trotzdem mussten wir zuvor erst einen großen Schrecken überwinden. Fast hätten wir den Weg zur Kartbahn nicht mehr gefunden. Völlig überraschend kreuzte ein neuer Kreisverkehr unseren Weg. Karussell fahren wollten wir eigentlich nicht und kurz bevor uns richtig schwindelig geworden wäre, fanden wir dann doch noch die richtige Ausfahrt.

Das Rennen hingegen ist schnell erzählt und 2 Dinge waren relativ rasch klar, nachdem Daniel unser Kart im Top Qualy auf P3 von 9 Startern stellte. Erstens müssten wir uns schon extrem viele Fehler erlauben, um nicht aufs Podest zu fahren. Zweitens müssten wir, im übertragenen Sinne, einen ganzen Wald mit Bäumen ausreißen können, um die beiden bärenstarken Heimteams von Kart 2000 und den Hot Wheels zu schlagen. Chapeau – ganz starke Leistung, die wir zum Ende hin nicht mehr bringen konnten.

Das Rennen begann zunächst auf der Strecke des diesjährigen 24iger, also inkl. Außenbahn. Eine besondere Herausforderung bei nur 9 Startern. Positiv war allerdings, dass man diesmal die Musik längere Zeit ungestört hören konnte, die in der Halle abgespielt wird. Auch wussten wir, dass am frühen Nachmittag Regen angesagt war und dann die Halle geschlossen wird. Das führte dann dazu, dass eine regelgerechte Fahrerwechsel Battle zwischen uns und den beiden anderen begann.

So hatten wir uns das allerdings auch nicht gedacht. Klar, nochmal ein Rennen fahren, aber von Stress war nicht die Rede. Das Battle führte dann dazu, dass die Top 3 in den ersten beiden Stunden bereits 4 von 8 Fahrerwechseln erledigt hatten. Stress pur für unseren Kart Rentner. Jeder Fahrer 3 Turns, zeitlich gleichmäßig verteilt auf alle 3 Fahrer. Problem für Speedy war, dass er nach 2 Turns nur knapp 35 Min. seiner geplant 180 Minuten gefahren war. Auch Björn musste leiden, war sein 1. Turn doch nur 3 Min. lang.

Nur Daniel hatte es relativ bequem und konnte 3x 60 Minuten fahren. Björn mit einem Turn über 2:02 Std. und Speedy mit einem Turn über 2:25 Std. forderten alles von beiden Fahrern. Bedingt auch dadurch, dass bei so wenigen Teams, der niedrigen Temperatur, besonders krasse Gripverhältnisse herrschten (Vollgrip). Dies kam den beiden Hausteams natürlich besser gelegen als uns, was deren überragende Leistung aber überhaupt nicht schmälern soll. Besonders Tobi Laube (Kart 2000) und Christoph Münzinger (Hot Wheels) stachen noch aus ihrem Teams heraus.

Bis gut 2 Std. vor Rennende hielten wir mit, konnten sogar kurzzeitig die Führung übernehmen, aber zum Ende langte es nicht. So gewannen die Hausherren von Kart 2000 nach 666 Runden mit einer Runde Vorsprung vor den Hot Wheels, die ihrerseits durch Christoph Münzinger. in einer 42,281 Sek. die schnellste Rennrunde schafften. Mit 3 Runden Rückstand auf den Sieger fuhren wir dann souverän auf P3 ein. Danach bereits ein riesiger Rückstand von mehr als 6 Runden für P4.

Somit können wir das Rennjahr 2017 mit einem „kleinen“ Erfolg abschließen. Wir danken allen Teams für das super faire Rennen, Marcus Hensen einmal mehr für eine launige Siegerehrung sowie dem Rest der Kart 2000 Truppe für die Rennleitung.  Nun freuen wir uns auf das kommende Jahr und natürlich auf das nächste 24iger in Eiselfing. Bis dahin. Keep Racing.

Endstand:

 9h Eiselfing - 25.11.2017Runden
1.Kart 2000 Racing666
2.Hot Wheels Team 1665
3.Formiko Racing Team663
4.Hot Wheels Team 2657
5.Hetz mich nicht656
6.Speed Ranger655
7.Hot Wheels Junioren652
8.Hot Wheels Team 3650
9.Italien Connection640

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