P3 bei den 24h von Eiselfing

Mit einem fantastischen P3 kommen wir von den Kart 2000 Racing Days, aus Bayern, zurück. Am Ende haben wir damit die Zielsetzung sogar noch getoppt und nach 2017 erneut den Sprung aufs Treppchen geschafft. Ein grandioser Erfolg für unser Team, der Dank einer geschlossenen Teamleistung gelungen ist. Ein großes Lob auch Clemens, der nicht nur in der Box einen super Job macht. Auch unsere direkten Konkurrenten haben uns dabei mehr als gepuscht. So verdanken wir auch unserem härtesten Widersacher DS Racing Allstars diesen tollen Erfolg. Denn bis etwa 30 Minuten vor Rennende war überhaupt nichts klar. Aber fangen wir von vorne an.

Am Freitag Morgen gestaltete sich unsere Anreise weit schwieriger als gedacht. Allein der Weg von Zürich über Winterthur nach St. Gallen gleicht bis Winterthur einer riesigen Baustelle, die der zusätzlichen Autobahn-Tunnelröhre am Gubrist sowie dem damit verbundenen Streckenausbau geschuldet ist. Auch der weitere Weg über österreichisches Hoheitsgebiet auf die A96 von Lindau (Bodensee) nach München sieht nicht viel besser aus. Etliche Baustellen, die im Bundesland Bayern sogar auf Tempo 60 begrenzt sind. Eine gefühlte Ewigkeit, die wir benötigt haben, um anzukommen. Auch über Stuttgart (A8) bzw. Nürnberg (A9) sah es nicht besser aus.

Trotz allem erreichten wir pünktlich das Gelände der Kartbahn Eiselfing. Erfreulich war dann, das Rennleiter Tobias Laube bei der um 15:00 Uhr anberaumten Teamleiter Besprechung sprichwörtlich Gas geben konnte, da fast alle 19 teilnehmenden Teams zum wiederholten Male vor Ort waren. So konnten wir dann frühzeitig unser ausgelostes Kart mit der Nummer 7 übernehmen und in das um 15:30 Uhr beginnende Training starten. Dieses fand dann trotz überaus schlechter Wetterprognosen durchgehend auf der kompletten Bahn, also In- und Outdoor, statt. Auf der komplett umgebauten Strecke mussten wir uns zunächst etwas orientieren.

In diesem Jahr war nicht nur der äußere Streckenteil, sondern auch der hintere Teil der Innenbahn umgebaut worden. Nach kurzer Eingewöhnung kamen wir mit der neuen Strecke aber sehr gut zu Recht und auch unser anfangs etwas behäbige Kart wurde von Minute zu Minute besser. Zwar war uns klar, dass wir damit im Qualifying keine Bäume ausreißen würden, aber zu einem Top 10 Platz sollte es allemal reichen. So kam es dann auch. Im zweigeteilten Qualifying konnten zunächst Niclas, in einer 1:12:640 Min. auf P9 fahren. Anschließend gelang Daniel dasselbe im 2. Teil des Qualifying. In einer 1:12:239 Min. landete auch er auf P9. Somit belegten wir nach Addition beider Zeiten ebenfalls P9.

Pünktlich um 19:00 Uhr erfolgte dann der Start des 24 Stunden Rennens, den Daniel in Angriff nahm. Wider erwarten konnte auch das Rennen noch auf der kompletten Bahn gestartet werden. Schon nach kurzer Zeit konnte Daniel 2 Plätze gut machen und den Kontakt zur Spitze auch im weiteren Verlauf halten. Nichts desto trotz drehte sich alles ums Wetter und darum wann es denn anfängt zu regnen. So entschlossen wir uns noch möglichst viele Fahrerwechsel zu absolvieren, bevor der Regen einsetzt. Nach Daniels Start (81 Min.) übernahmen dann Niclas (15 Min.), Kevin (24 Min.) und Silvan (2 Min.) für jeweils kurze Stints das Kart, bevor dann Björn den ersten Heavy Turn absolvierte (100 Min.).

Unsere Hoffnung, dass es während des Heavy Turns zu regnen beginnt erfüllte sich aber leider nicht. Allerdings konnten wir so noch einen weiteren kurzen Stint durch Daniel (26 Min.) einbauen. Dann übernahm wieder Niclas das Kart und musste nun wieder Reglement bedingt einen langen Stint fahren (102 Min.). Mittlerweile war auch der Himmel pechschwarz. So war es nur eine Frage der Zeit, dass sich Niclas mit dem Regen auseinander setzen musste. Gegen 23:30 Uhr war es dann soweit und es begann zu regnen. Grad zuvor hatte auch der Kartwechsel begonnen. Die Rennleitung entschied zunächst noch den kompletten Kartwechsel durch zuziehen und dann die Halle zu schließen.

Davon musste dann aber recht schnell wieder Abstand genommen werden, da aus dem Regen sehr zügig ein Wolkenbruch wurde. Nachdem Kart Nr. 8 den Kartwechsel absolviert hatte wurde das Pace Kart rausgeschickt und die Halle geschlossen, bevor es mit dem Kartwechsel weiterging. Von jetzt an fand das Rennen dann bis zum Ende nur noch in der Halle statt. Mit zunehmender Renndauer kamen wir immer weiter nach vorne. Erstens hatte alle 5 Fahrer eine top Performance und zweitens zahlten sich langsam die Fahrerwechsel aus. Als Björn uns dann nach gut 13,5 Stunden und seinem 3. Heavy Turn von P5 auf P3 nach vorne fuhr setzten wir uns zum Ziel diesen Platz zu verteidigen.

Auf keinen Fall durften wir gravierende Fehler machen oder einen technischen Defekt haben. Das waren die Voraussetzungen diesen Platz zu verteidigen. Schließlich setzte das DS Racing Allstar Team alles daran dieses Jahr das Podest zu erreichen, was das selbsterklärte Ziel war. Mit einem entsprechend starken Team wurde diesmal das Rennen in Angriff genommen und nicht von ungefähr war es dann auch Dennis Niewöhner von eben DS Racing Allstar, der in einer 44:808 Sek. die schnellste Rennrunde fuhr. Ein hauen und stechen also um den 3. Platz wo wir uns in den restlichen 10 Stunden zu keinem Zeitpunkt sicher waren, das wir vorne sein würden.

So war es dann bei uns Kevin, der in einer 45:199 Sek. die schnellste Rennrunde auf den Asphalt zauberte. Es war es sehr beeindruckend wie identisch stark sowohl DS Racing und wir unterwegs waren. Die ganzen letzen 10 Stunden lagen wir ca. eine halbe Runde vor DS. Der Vorsprung lag je nachdem mal bei 20 mal bei 3o Sek. aber nie mehr. 93 Minuten vor Rennende machten wir dann den letzten Fahrerwechsel von Silvan auf Daniel. Während DS Racing immer unser Kart bekam und dementsprechend wusste was damit ging, hatten wir das Problem, das wir mit Nr. 5 und 6 zwei Fun Teams vor uns hatten, deren Zeiten tatsächlich nicht lesbar waren. Lag es am Fahrer oder lag es am Kart?

Jedenfalls brauchten wir immer 2-3 Runden bis wir erleichtert aufatmen konnten und feststellten, dass es die Fahrer waren. Mit diesem Wissen gingen wir dann auch in den letzten 93-minütigen Stint von Daniel. Das Kart welches wir zuletzt an DS weitergaben war sehr gut, allerdings rumpelte die Nr. 6 genau wie die 5 zuvor nur so über die Strecke. Zum Glück waren es aber auch da die Fahrer gewesen, denn Daniel konnte sofort die Zeiten fahren, die er auch mit dem Kart zuvor gefahren war. Eine Last viel von uns ab und nun war uns klar, dass nur ein technischer Defekt uns noch vom Podest abhalten könnte. Als dann DS Racing etwa 20 Minuten vor Rennende, wider erwarten, auch noch einen Fahrerwechsel absolvieren musste, war die Entscheidung gefallen.

Unser Vorsprung wuchs um nochmal gute 32 Sek. an und so überquerten wir mit etwas mehr als 1 Runde Vorsprung auf P3 die Ziellinie. Unglaublich – wir hatten es geschafft. Zum 2ten Male nach 2017 ist uns der Sprung auf das Podest gelungen. Eine grandiose Leistung von allen 5 Fahrern: Björn (Fahrzeit: 266 Min.), Silvan (FZ: 296 Min.), Kevin (FZ 290 Min.), Daniel (FZ: 295 Min.) und Niclas (FZ: 293 Min.), die sich in nichts nach standen. Ein Glückwunsch von uns geht natürlich auch an die beiden Sieger des Rennens. Hut ab. Ihr wart einfach noch ein Tickchen stärker und habt verdient die Plätze 1 und 2 belegt. Ein Glückwunsch aber auch an DS Racing, die uns letztlich dazu gezwungen haben die Konzentration bis zum Ende hoch zu halten.

Ein besonderer Dank geht von uns auch an Rennleiter Tobi Laube und seinem Team, die zu jederzeit eine sehr souveräne Leistung ablieferten. Auch wenn es auf Grund von stressigen Situationen manchmal sicher nicht so einfach ist, hat die Rennleitung immer einen kühlen Kopf bewahrt. Hier sieht man einfach, dass Tobi selbst ein Topfahrer ist und auch der Rest der Rennleitung jahrelang zu den Top Kartfahrern gehörten. Besonders gelungen auch wieder die Moderation von Christian Wolf. Einfach tip, top. Sehr informativ und ein gelungener Mehrwert bei so einem Rennen. Ebenso ein Topfahrer wie der Rest der Rennleitung. So hat er natürlich sofort bemerkt und gewusst, was wir in den ersten 2-3 Stunden mit den vielen Fahrerwechsel verfolgten. So haben auch wir dann einen Beitrag für die Teams geleistet, die noch etwas lernen wollen oder müssen, sollten sie seiner Moderation aufmerksam gefolgt sein 🙂 🙂

Ein dickes Kompliment auch an Marcus Hensen und seiner Boxen Crew. Ein richtig schlechtes Kart ist uns nicht aufgefallen und das 2 bis 3 Brenner dabei waren, hat alle Teams gefreut. Last but not least ein extra Dankeschön an Charly und Gerti, die dieses tolle Rennen Jahr für Jahr veranstalten. Mir persönlich hat die Live Band sehr, sehr gut gefallen. Absolute Profis. Top Sound und top Songs. Auch das Essen aus den „Food“ Trucks hat uns sehr gut geschmeckt. Einzig Schade, dass der Wettergott mit Rennende die Schleusen nochmal so richtig öffnete und ein heftiges Gewitter über den Ort schickte. Die Fahrer bei uns im Team haben aber trotzdem das Party, Disco oder Club Feeling vermisst, dass die Abschlussveranstaltung in den letzten Jahren auszeichnete. Einfach top wie immer auch das Bistro Team. Wir freuen uns schon jetzt schon bald wieder bei Euch zu sein.

Endstand:

 Racing Days 24h Eislefing 12./13.07.2019Runden
1.Scharmüller/WnG A/D1703
2.Eusteracing by SKA1703
3.Formiko Waldshut Racing Team1698
4DS Racing Allstars1697
5.Hot Rod Racing1693
6.WLEN Next Generartion by SRT1991
7.Kartraceland International1690
8.Hot Wheels 05 Team 11688
9.Hot Wheels 05 Team 21685
10.Hussarya Poland1685
11.BKD Günzburg1685
12.Kartraceland Racing Team1684
13.Team Allgäu1681
14.Kart World Racing Fun1675
15.Hot Wheels 05 Team 31675
16.Hussarya & Friends1669
17.Hot Wheels 05 Fun1661
18.Kartraceland Friends1657
19.Pussy Club Racing1655

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