Nach Pole P2 in Bad Rappenau

Ein Top Ergebnis gelang uns am vergangenen Wochenende in unserem insgesamt 100. Rennen. Zum erst zweiten Mal überhaupt konnten wir die Pole in der TKC einfahren und am Ende unser gutes Resultat vom Vorjahr (P3), mit P2 sogar noch verbessern. Endlich hatten wir auch mal Glück bei der Kartauslosung und zogen das Brenner-Kart. Die Pole war uns also sicher. Denkste! Hätte ich doch bloss meine Klappe gehalten und Thomas Schaller, nach dem Finale in Limburg, nicht den Vorschlag gemacht das Q3 mit einem neutralen Kart zu fahren, damit der zusätzliche Punkt ehrlicher verdient ist. Nie wäre es so einfach gewesen! Das es dennoch geklappt hat haben wir Kevin zu verdanken, der einen wahren Sahnetag erwischt hatte.

Um das Glück bei der Kartauslosung zu erzwingen wollte diesmal Susi, zum ersten Mal überhaupt, das Kart ziehen bis Björn mit voller Überzeugung meinte, er würde heute definitiv das Brenner-Kart ziehen. Ausgerechnet Björn, der nie ein gutes Kart zieht. Na gut, keiner wollte das Susi Schuld ist, also Björn hin zum Lostopf und zieht den Buchstaben „D“ wie Durchschnittskart. Immerhin. Derweil hatte ich mir die Kart-Flotte angeschaut. Ein Kart stach mir dabei besonders ins Auge. Sofort identifizierte ich dieses als das vermeintliche Brenner-Kart und war schier sprachlos, als der Bahnmitarbeiter mit dem Buchstaben „D“ genau zu diesem Kart ging und unsere Startnummer „4“ vorne drauf machte. Kevin rein und ab in die ersten 20 Minuten des 80 minütigen freien Trainings. Schon nach 5 Minuten beorderte ich Kevin, auf seiner Lieblingsstrecke, wieder in die Box. In einer 51.54 Sek. mehr als 1 Sekunde schneller als der 2. Schnellste… Wow…. der braucht kein Training also Silvan rein ins Kart.

Kevin wie eine Rakete zur Pole

Es war dann schnell klar, dass wir tatsächlich das Brenner-Kart gezogen hatten. Sowohl Silvan als auch Tobi und Björn konnten ebenfalls starke 51er Zeiten auf die Strecke brennen. Selbstverständlich verringerte sich dann mit zunehmender Dauer natürlich unser Vorsprung wieder ein wenig. Am Ende lag unsere Bestzeit dann 3/10 Sek. vor dem Zweiten. Das Qualifying konnte beginnen und in einer 51,54 Sek. stellte Björn das Kart souverän auf P1. Dann war Tobi dran und sollte das Kart auf P1 halten, damit wir als letzte im Q3 starten konnten. Das gelang ihm in einer 51,59 Sek. ebenso souverän. Nun war Kevin wieder in Q3 dran. Die ersten beiden Starter kamen mit dem neutralen Kart nicht so auf Touren, so dass Scharmüller, in Form von Anton Hahnenkamm, die erste Richtzeit setzte: 52,68 Sek. Bereits der nächste Starter allerdings unterbot auch diese Zeit knapp. 52,60 Sek. standen für Matze Meyer und Kart & fun Neckartenzlingen zu Buche, bevor Fabian Siegmann für Apex die Hot-Lap in Angriff nahm. Eine super Runde beendete er in einer fantastischen 52,37 Sek. und setzte damit eine hohe Hürde für Kevin. Dieser lies sich allerdings nicht beeindrucken und Peng! knallte er eine 52,31 Sek. auf die Strecke. Die Pole und der Sonderpunkt waren uns also doch schon mal sicher.

Rückschlag: Björn mit Frühstart

Nach Rennstart konnte sich Kevin dann recht schnell von den Verfolgern absetzen. Einfach der Hammer wie er fuhr und dann in einer 50,99 Sek. auch unsere schnellste Runde drehte. Zum Ende seines ersten Turns konnte er das Kart, mit gut einer halben Runde Vorsprung auf Apex und fast einer ganzen Runde auf Kart & fun sowie Scharmüller, an Björn zum Heavy-Turn übergeben. Auch Björn fuhr eigentlich wieder einen guten Heavy Turn doch als er dann zum Kartwechsel rein musste passierte es. Einen Moment unaufmerksam und zu früh den Button gedrückt. Eine schwarze „1“ prangte auf dem Bildschirm. Schwarz und Stop&Go nach Beendigung der Kartwechsel für uns. Zum Glück ließ sich Björn von diesem Fauxpas nicht aus der Ruhe bringen und beendete seinen Heavy Turn gekonnt und souverän. Silvan durfte nun zum 1. Kurz-Stint über 25 Min. ins Kart. Nachdem er die Stop&Go kassiert hatte, lagen wir nur noch knapp 16 Sek. vor Scharmüller. Der Titelverteidiger, der sowieso schon schwer zu schlagen ist und das insbesondere in Bad Rappenau, erhöhte mit den Topleuten Steven Grafenhorst, Julian Walter und Anton Hahnenkamm die Schlagzahl und auch Kart & fun Neckartenzlingen mit Uwe Süttner, Matze Mayer und Niklas Krüger war uns weiter dicht auf den Fersen.

Silvan hält mit dem schwächsten Kart P2

Das es zum Ende ganz knapp werden würde war allen vorderen Teams klar. Zunächst lieferte jedoch Tobi einen starken Stint ab hielt uns nun dicht hinter Scharmüller im Rennen. Zu allem Überfluss gesellte sich nun auch noch das starke Apex Racing Team, wo neben Fabian Siegmann auch dessen Partnerin Nicole Egner einen starken Eindruck hinterließ, in den Kampf um das Podest ein. Schließlich hatte Apex am Ende den smarten Vorteil unser Startkart noch fahren zu können. Da war Alarmstufe Rot angesagt, denn kein geringerer als Michael Schöttler stand hier parat, die letzten 75 Min. in Angriff zu nehmen. Die Zielsetzung für uns war damit klar. Alles dran setzten um Tobi am Ende einen Vorsprung auf P3 mitzugeben. Die Prognose war, dass wir am Ende exakt den Platz belegen werden, den Silvan nach Beendigung des 2. Kurz-Stint über 40 Min., mit dem wohl langsamsten Kart, inne hat. Nach einer Stärkung mit einer großen Portion Pommes übernahm dann Silvan, von einem erneut furios fahrenden Kevin, der nun wieder die Führung übernahm, das Kart. Uns war klar, dass wir Scharmüller nun nicht mehr halten können, doch Silvan machte seinem Namen alle Ehre. Der (Sil-) Wahnsinn, was er aus dem Kart rausholte. Was wir gehofft hatten trat ein und Silvan konnte mit einem Vorsprung von exakt 15 Sek. wieder an Tobi übergeben.

Tobi verwandelt eiskalt

Klar Scharmüller war nun mit gut 25 Sekunden weg, wo Dschuliän das Kart souverän ins Ziel pilotierte. Aber nun galt es für Tobi Niklas Krüger von Kart & fun auf Distanz zu halten. Jeder der Niklas kennt weiß, dass er nur neben der Strecke Jacky/Cola benötigt um Gas zu geben. Im Kart reicht ihm dieses völlig. Aber auch Tobi ist natürlich eine bayrische Kante, der unter dem Pseudonym „Tobirez“ auch als Torjäger im Trikot der Rosenheimer Kickers seinen Gegnern das Fürchten lehrt. Ein Duell auf Augenhöhe also und so ging es dann auch aus. Unentschieden. Topzeit um Topzeit ballerten die Beiden die Karts um die Strecke. Das war auch nötig! Für uns eben um vor Kart & fun zu bleiben und für Kart & fun um vor dem furiosen Michael Schöttler zu bleiben. Beides gelang und so überquerten wir mit nur 20 Sek. Rückstand, aber immer noch 15 Sek. Vorsprung vor Kart & fun, auf P2 die Zielinie. Kart & fun ihrerseits wieder retteten P3 mit gut 13 Sek. vor Apex Racing ins Ziel. Somit wieder ein furioses Ende eines einmal mehr sehr spannenden TKC Rennen.

Ein Glückwunsch an die Sieger Scharmüller sowie an Kart & fun zu P3. Gratulation aber auch an Apex Racing zu einem wirklich tollen Rennen und P4. Nicht unerwähnt bleiben soll P5 WnG/Scharmüller, die in der Besetzung Marcel Schlenker, Kevin Gögel und Tamara Schumacher von ganz hinten noch den Sprung auf P5 schafften. Ein Ausrufezeichen konnte auch Dave Veile setzen, der als Gastfahrer für die Hot Wheels den Sonderpunkt für die schnellste Rennrunde einheimsen konnte. Am Ende lag er in einer 50,74 Sek. exakt 3/100 vor Michael Schöttler. Ein Kompliment auch an die Bahncrew für die perfekte Vorbereitung sowie Durchführung des Rennens.

TKC = Intelligente Fahrer mit viel Erfahrung

Beeindruckend und lobenswert ist in der TKC auch einmal mehr wieder das Verhalten der Fahrer, die das unliebsame Vergnügen haben gerade die langsameren Karts zu fahren. Fast ausnahmslos passen diese Fahrer auf das Renngeschehen auf und machen fair Platz, wenn nötig auch für 2 oder 3 schnelle Karts und hängen sich hinten dran, um im Windschatten zu profitieren. Bei diesen engen Rennen einfach ein vorbildliches Verhalten. Kaum auszudenken, wenn bei den geringen Rückständen ein Malheur passieren würde und dadurch Rennen oder Positionskämpfe entschieden würden. Das finde ich persönlich herausragend und man sieht die Erfahrung und Rennintelligenz, die jeder einzelne Fahrer in der TKC hat. Sollte auch mal gesagt werden. Wir freuen uns jedenfalls schon aufs nächste Rennen, am 5. Mai in Landau.

Endstand:

 TKC 2. Lauf 7h Bad Rappenau - 07.04.2018Runden
1.Scharmüller/WnG A/D477
2.Formiko Racing Team477
3.Kart & fun Neckartenzlingen477
4.Apex Racing477
5.WnG Scharmüller476
6.Nitro Racing Team474
7.Kart & fun Fun473
8.Go Fast pb upgraded RT 1473
9.Kartbahn Bad Rappenau473
10.BKD Günzburg472
11.Hot Wheels 05 Team 1471
12.Dampfwalze Racing Team Landau471
13.Go Fast pb upgraded RT 2470
14.Team Jagdgeschwader468
15.Hot Wheels 05 Team 2466
16.Animi Ardor Racing465
17.Racing Team Stuttgart465

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