Mit stumpfen Waffen auf P4.

Mit stumpfen Waffen auf P4. Der 3. Lauf zur TKC im pfälzischen Landau brachte für uns einen undankbaren vierten Platz. Am Ende lagen wir 12 Sek. hinter P2 und nur 3 Sek. hinter P3. Haarscharf also am anvisiertem Podest vorbei. Trotzdem ein bärenstarkes Rennen von Björn, Silvan, Kevin und Tobi. Letzterer verpasste dabei die schnellste Rennrunde, in einer 52:158 Sek., sogar nur um 8/1000 Sekunden. Tragisch, dass unsere gute Leistung am Ende doppelt nicht belohnt wurde. Belohnt wurden dafür aber unsere Fans und Freunde, nicht nur im entfernten Thailand. So konnten wir über fast 10 Std. auf unserer Facebook Seite „live“ über das Rennen berichten.

Ein extra Dank geht dafür an die Hebel 100 Connection Crew, die uns das notwendige Equipment dafür kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Das Training verlief sehr zufriedenstellend. Tobi hatte, mit dem Buchstaben C, einmal mehr ein gutes Kart aus dem Lostopf gefischt. So waren wir in allen Trainingssessions mit allen Fahrern immer unter den Top 3 zu finden. Nach den Trainingseindrücken entschieden wir uns dafür Silvan ins Q1 zu schicken. In einer 52:905 Sek. fuhr er hier auf P3. Dann war es Kevins Aufgabe eine gute Ausgangsposition für Tobi zu schaffen, der Q3 fahren sollte. Dies gelang ihm sehr souverän. In einer 52:663 Sek. erreichte er wiederum P3. Dort kam Tobi aber nicht ganz mit dem neutralen Kart zurecht und stellte es in einer 53:121 Sek. auf P4, was trotzdem eine gute Ausgangspositon war. Mit klasse Leistungen konnten wir uns dann im Rennen sicher auf P2 behaupten.

Nur kurzzeitig lagen wir mal auf P3, weil wir eine andere Strategie in den Short- und Heavy Turns verfolgten als unsere Konkurrenten. Ansonsten waren wir über 6 Std., auch bereinigt, eigentlich sehr sicher auf P2. Bis zum letzen Kartwechsel lagen wir so gut 20 Sek. vor Go Fast pb upgraded RT 1 und das trotz einer schwarzen Flagge, die wir uns nach gut 3 Stunden bei einem Kartwechsel einhandelten (Frühstart, Silvan). Auch alle Fahrerwechsel hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits absolviert, so dass wir guter Dinge waren das Podest zu erreichen. Insgesamt können in der TKC, auf Grund der hohen Teilnehmerzahl, aber nicht so viele Kartwechsel gemacht werden. Somit entscheidet zum Teil auch das Losglück unter gleich starken Teams darüber wer vorne ist.

Unglücklicherweise haben wir, in unserer gesamten TKC Historie, nun schon zum wiederholten Male Pech gehabt und ein Podest verpasst, weil wir am Ende ein nicht konkurrenzfähiges Kart fahren mussten. In diesem Fall eines, welches über 1 Sek. langsamer war. Bereits nach dem Training wussten wir daher, dass es ein schwieriger Tag werden würde. Beim Blick auf die Zeiten Tabelle lag Kart Nr. 13 auf dem letzten Platz. Mehr als 1 Sekunde Rückstand zur Spitze. Bei „nur“ 6 Kartwechseln war klar, dass wir dieses Kart die letzten 70 Min. fahren mussten. Also auch noch länger als alle Anderen und als einziges der Top Teams. Unsere Hoffnung, dass sich dieses Kart bis dahin zum Positiven entwickeln würde erfüllte sich leider nicht.

Im Gegenteil: Immer deutlicher wurde, dass das Go Fast Team 2 damit im Training wahrscheinlich sogar einen eher guten Job gemacht hatte. Die Teams danach jedenfalls schlichen mit Rundenzeiten jenseits der 54 Sek. über den Kurs. Teilweise sogar mit bis zu 3 Sekunden langsameren Rundenzeiten. Natürlich wussten bzw. hofften wir, dass Kevin, der den letzten Turn fahren sollte damit wahrscheinlich viel besser unterwegs sein wird. Das war dann auch so und Kevin machte einen super Job. Einige Runden fuhr er mit dem Ding sogar knapp unter der Schallmauer von 53 Sekunden. Sonst überzeugte er mit konstanten 53,0 bis 53,1 Sek. nachdem er sich auf das Kart eingestellt hatte, was eigentlich zu P3 reichen sollte.

Denn schon bevor er ins Kart stieg wussten wir, dass wir P2 mit dem Kart nicht werden halten können, weil Michael Schöttler (Kartbahn Alemannenring) furios unterwegs war. Mehr als eine Runde nahm er uns in den letzten 60 Minuten ab und raste verdient noch von P5 auf P2. Dass wir dann kurz vor Schluss auch noch Kart & fun passieren lassen mussten, war hingegen ärgerlich und wird uns in der Gesamtwertung vermutlich noch weh tun. Das lag allerdings nicht nur am letzten Kart. Leider dauerte auch der letzte Kartwechsel viel länger als geplant. Zwar bekamen wir unseren Rollator pünktlich, trotzdem staunten wir nicht schlecht.

Denn nach dem letzten Kartwechsel kamen wir als Kart Nr. 1 direkt hinter Kart Nr. 2 wieder auf die Strecke und fuhren dann sogar noch 2 Runden hinter denen her. Eigentlich unmöglich. Das Problem daran: Vor dem letzten Kartwechsel fuhren wir mit Kart & fun identische Rundenzeiten. Und auch nach deren Kartwechsel lag der Unterschied dann nur zwischen 1 bis 3 Zehntel. Durch die Verzögerung waren wir dann aber, mit dem Rollator, 4 zusätzlichen Runden über 1 Sek. pro Runde langsamer, weil Kart & fun später wechseln konnte. Dadurch holte Kart & fun dann weitere 5 Sekunden auf uns auf. Ohne diese hätte es für sie wohl nicht gereicht, um noch an uns vorbei zu ziehen. Näher als bis zu unserer Stoßstange wären sie dann wohl nicht mehr gekommen.

Die Begründung dafür war, dass unser Kart wegen einem locker sitzenden Luftfilter erst repariert werden musste. Aus unserer Sicht völlig unnötig, da zuvor auch 2 andere Karts (Start Nr. 10 und das Wechselkart) den Luftfilter sogar auf der Strecke verloren hatten. Nicht nachvollziehbar darum, dass ausgerechnet beim letzten Kartwechsel die Karts repariert werden mussten. Schließlich war das Wechselkart bis dahin mehrere Stunden ohne Luftfilter gefahren. Ein mehr als schlechter Witz auch deswegen, weil ausgerechnet Kart & fun genau zu diesem Zeitpunkt das Wechselkart grad für diese 4 weiteren Runden fuhr. Dem Vernehmen nach auch nicht wirklich ein Nachteil, wenn es nicht gerade in Strömen regnet. So langte es dann ganz knapp nicht P3 ins Ziel zu retten.

Alles in allem sehr ärgerlich für uns, auch wenn wir uns natürlich, wegen der „schwarzen“, an die eigene Nase fassen müssen. Unser Glückwunsch geht natürlich trotzdem an Kart & fun zu P3, an Kartbahn Alemannenring zu P2 und nicht zuletzt an die Gewinner von Scharmüller zum deutlichen und souveränen Sieg. Am Ende können die Teams ja auch nichts dafür, wer mit welchem Kart fahren muss oder darf. Reines Losglück eben, aber ein manchmal nicht zu unterschätzender Faktor in der TKC. Einen Ausgleich dafür oder gar einen Anspruch darauf gibt es selbstverständlich nicht, auch wenn diese Floskel dann häufig bemüht wird, was natürlich völliger Quatsch ist.

Trotzdem freuen wir uns schon jetzt auf das nächste Rennen in Ampfing. Nach der Premiere im letzten Jahr dann also unser 2. Outdoor Rennen dort..

Endstand:

 TKC 3. Lauf 7h Landau - 13.04.2019Runden
1.Scharmüller/WnG A/D470
2.Kartbahn Alemannenring468
3.Kart & fun Neckartenzlingen468
4.Formiko Waldshut Racing Team468
5.Go Fast pb ugraded RT 1468
6.Nitro Racing467
7.Sehklar Racing Team467
8.Kartbahn Bad Rappenau467
9.Kartbahn Bad Rappenau 2463
10.Sehklar Racing Team 2462
11.Hot Wheels 05462
12.Go Fast pb ugraded RT 2462
13.Swiss Karting Academy460
14.Paydrivers460
15.Racing Team Stuttgart460
16.Black Crows457
17.BKD Günzburg456

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