Grandioses 24h Eiselfing

Ein wahrhaftig grandioses Wochenende liegt hinter uns. Es war einfach der Wahnsinn was die Jungs abgeliefert haben. Seit bestehen des Teams die wohl beste Leistung, die wir bis dato gezeigt haben. Eine Überraschung? Nein! Für uns nicht! Bereits in der Vorbereitung auf das Rennen haben wir bei der Auswahl des Songs für die Siegerehrung den für uns perfekten Titel gefunden. H.P. Baxter (Scooter), genauso Ostfriese wie ich, mit dem Song „How much is the fish“. Da kracht es nur so und wir haben gehofft, dass wir damit den Sprung aufs Podest schaffen (siehe angehängtes Video unten).

Sicher sein kann man sich bei so einem starken Teilnehmerfeld, dem wohl stärksten im bisherigen Rennjahr überhaupt, natürlich nicht, aber wir wussten, dass wir stark sein werden. Das wir dann unser Ziel verwirklichen konnten und nach P4 im letzten Jahr, diesmal tatsächlich den Sprung aufs Treppchen schafften ist trotzdem einfach der Hammer. Aber nochmal keine Überraschung. Die Anfangsphase mal ausgenommen, wo wir wiedermal mit einem nicht so guten Kart zu kämpfen hatten, befanden wir uns immer unter den ersten 3.

Der Podestplatz war somit also mehr als verdient, lagen wir zwischenzeitlich auch mehrere Stunden auf P1 als Seppl, Silvan und Björn von Mitternacht bis in den nächsten Morgen hinein ein 9 -stündiges Feuerwerk zündeten. Alle 3 Fahrer mega schnell und so fuhren wir erstmals bei einem 24h Rennen einige Führungskilometer. Davor und auch danach zeigten aber auch die anderen 3, Kevin, Gunnar und Tom, dass sie dem in nichts nachstehen. Nachdem Seppl das Kart im Qualy, in einer 1:09:051 Min., auf P9 stellen konnte und sich nach Rennstart auf P8 verbesserte, fuhren Tom, Gunnar und Kevin ausnahmslos Top-Zeiten.

So ging es für uns immer nur in eine Richtung. In Richtung Podestplätze. Kurz nach Mitternacht dann die Premiere, als wir nach 291 Runden erstmals auf P1 auftauchten. Zu diesem Zeitpunkt war die Outdoor-Strecke, nach einem Gewitter, bereits geschlossen. Bis in den frühen Morgen hinein gaben wir uns keine Blöße und so lagen wir, nach zwischenzeitlichen Wechseln an der Spitze, nach 975 Runden immer noch oder schon wieder auf P1. In dieser Zeit fuhr Silwahnsinn dann auch unsere schnellste Indoor-Runde in einer 42,644 Sek., bevor die Halle dann endlich wieder geöffnet wurde.

Björn übernahm dann das Kart und konnte gleich ein weiteres Ausrufezeichen setzen. In einer 1:06:297 Min. fuhr er nur knapp an der schnellsten Gesamt-Rundenzeit vorbei und lieferte sich ein packendes Duell mit Alex Nolting (Avia Racing) um die Führung, der dabei dann minimal schneller war. Wer dachte, wir wären nur soweit vorne weil wir viel weniger Fahrerwechsel gemacht haben, sah sich zunehmends getäuscht. Die ganze Zeit über war uns aber auch klar, dass wir nicht gegen die großen 2 auf P1 und P2, Avia und Scharmüller kämpfen sondern gegen die anderen bärenstarken Verfolger.

Kart 2000 Eiselfing saß uns im Nacken, genauso wie FTD Racing, CARTteam.de oder auch DS Racing Allstars, die allesamt über ausnahmslos gute Fahrer verfügten. Somit konnten wir uns nicht ausruhen und mussten immer am oberen Limit bleiben, um das große Ziel zu erreichen. Die Vorlage, die die 3 Nachtfahrer gegeben hatten verwandelten die anderen 3 dann souverän. Am Ende war kein wirklicher Leistungsunterschied im Team zu erkennen. Alle fuhren Zeiten, die im geringeren Zehntel Bereich lagen, egal ob nur Indoor oder auf der ganzen Bahn.

Als dann Seppl etwa 70 Min. vor Rennende nochmal das Kart übernahm hatten wir immer noch fast eine Runde Vorsprung auf Kart 2000 auf P4 und als diese dann noch einen Fahrerwechsel auf Tobi Laube machen mussten war klar, dass wir P3 ins Ziel bringen, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Daran änderte auch der super Schlussspurt von Tobi nichts mehr. So überquerte Seppl nach 1622 Runden jubelnd die Ziellinie wo seine Einfahrt gebührend mit einer Sekt Dusche gefeiert wurde.

Gunnar Hofmann:
Von wegen Kart-Rentner. Gunnar hat nochmal allen gezeigt wo der Hammer hängt. Angespornt durch die Anwesenheit seiner Frau Mandy und Töchterchen Florentine hat Gunnar mit seiner Performance nicht nur die Herzen seiner Liebsten schmelzen lassen. Eigentlich schade, dass er nach so einem Rennen wieder in den Hintergrund tritt. Gunnar ich bin stolz, dass Du nochmal dabei warst. Du warst Spitze!

Tom Böhlig:
Natürlich hat auch Tom nichts verlernt. Eiselfing gehört einfach zu seinen Strecken. Sehr beeindruckende und starke Performance. Uns schwant Böses, wenn wir an das nächste Aufeinandertreffen in Grimma denken wo er wieder für seine ATTI Crew am Start ist. Tom ist einfach ne Maschine und völlig abgebrüht. Mit seiner klasse Leistung hat er ganz erheblich zum Erfolg beigetragen. Tom es war für mich eine Ehre, dass Du dabei warst.

Sebastian Papke:
Auch Seppl ist in diesem Jahr kürzer getreten. Umso erfreulicher für mich, dass er nach 2013 und 2015 nun zum dritten Mal in Eiselfing in meinem Team dabei war. Was für eine Granate er ist, brauche hier niemanden mehr zu sagen. Seppl war der Motor, der alle anderen angespornt hat. Hoffentlich nicht zum letzten Mal. Wir sagen Danke Seppl und hoffentlich auf ein weiteres Mal. Die Sekt Dusche nach Zieleinfahrt hast Du dir mehr als verdient. Auch wenn Sarah nun einige Arbeit hat, aber Du hast es so gewollt.

Björn Trauernicht:
Wie in den letzten Jahren auch war wieder 100% Verlass auf ihn. Trotz seines Gardemaß von 1,96m das Team Küken. Kaum zu glauben, oder? Ganz starke Leistung auch dieses Jahr wieder. Nach nun mehr fast 5 Jahren in der Indoorkartszene mit einer tollen Entwicklung besonders in den Langstreckenrennen. Absolut nichts, was ihn aus der Ruhe bringen kann. Fokussiert darauf das Team nach vorne zu bringen. Fährt dabei mit einer sehr beeindruckenden Konstanz.

Kevin Haiber:
Kevin ist ein absoluter Gewinn für unser Team. Einfach ein super Typ. Seitdem er bei uns dabei ist, hat auch er wieder richtig Bock auf Kart fahren. Einfach der Hammer wie er performed. Nie wissend welche Zeiten fahrend, hat er einfach nur Gas gegeben und war zeitweise schneller als die gesamte Konkurrenz. Toll Kevin, dass Du dabei bist. Mit Dir wird es nie langweilig. Weder auf noch neben der Strecke. Es macht einfach Spaß.

Silvan Tomasi:
Wie ein Tornado fegte er über die Indoorbahn in Eiselfing. Einfach Silwahnsinn. Genauso ein super Typ wie die Anderen auch. Für das Team gibt er alles und das Team für ihn. Selbst wenn man ihn aus den schönsten Träumen weckt ist er sofort Start klar. Kaum sitzt er im Kart purzeln nur so die Zeiten. Wie die anderen auch, hat Silvan den nötigen Spirit um das Team nach vorne zu bringen. Einfach Sack stark.

Genug mit der Lobhudelei. Natürlich gratulieren wir den Gewinnern von Avia Racing zum Hattrick sowie Scharmüller WnG zu P2. Seit Jahren verfolgen wir diese beiden Teams. Es ist einfach unfassbar, dass jeweils nur Sekunden zwischen ihnen liegen. Egal ob das Rennen 3 oder 24h Stunden dauert. Einfach unfassbar. Diesmal war wieder Avia mit 6 Sekunden vorn. Chapeau!

Zu guter letzt geht unser Dankeschön einmal mehr an Gerti und Charly, die das Rennen und den ganzen Event einmalig machen. Nach wie vor für mich auch mit dem besten Bistro was Kart Deutschland zu bieten hat.

Endstand:

 Kart 2000 Racing Days 24h - 08.07.2017Runden
1.Avia Racing1625
2.Scharmüller WnG1625
3.Formiko Racing Team1622
4.Kart 2000 Racing Eiselfing1621
5.CARTteam.de1619
6.FTD Racing1618
7.DS Racing Allstars1617
8.Humpenheber1616
9.Hot Wheels 11613
10.Kartraceland Weil 11612
11.APEX Racing1609
12.No Names Reoloaded1605
13.Dampfwalze Racing1605
14.Allgäu Racing1605
15.Mitras Racing 11605
16.Hot Wheels 21600
17.Black Crows1596
18.Hot Wheels Fun1596
19.Kart World Racing Fun1594
20.Low Budget Racing1593
21.Pussy Club Racing1588
22.Kartraceland Weil 21576
23.Slow Rider Racing1529
24.Mitras Racing 2404
Share Button