Formiko überrascht beim 9h Outdoor Race

Outdoor Racing. 9h. Ampfing. So lautete unser Programm am vergangenen Wochenende als wir unser erstes Outdoor Rennen überhaupt fuhren. Eine tolle Erfahrung auf einer ebenso tollen Strecke im bayrischen Ampfing. Bei strahlend blauem Himmel und um die 30 Grad Außentemperatur gingen wir ohne große Erwartungen in dieses Rennen. Insgesamt 24 Starter, teilweise reine Outdoor Teams oder mindestens gespickt mit Outdoor erfahrenen Piloten. Als Indoorspezialisten rechneten wir uns deshalb keine großen Chancen aus. Erschwerend kam noch hinzu, dass wir von einigen Rennen auf kombinierten In- u. Outdoor Kursen wussten, dass wir auf langen Outdoor Passagen immer Problem haben, wenn es warm bzw. heiß ist. Da fehlt uns schlicht und einfach die Erfahrung dann die Karts bzw. die Reifen im optimalen Temperaturfenster zu halten.

Um als Vorbereitung nachmittags noch ein paar Ticketrunden zu drehen, machten wir uns schon Freitag morgen auf den Weg. Leider klappte dies dann nicht, da die Bahn bereits voll ausgebucht war. Eine kleine Hoffnung hatten wir noch Abends, da dort einige andere Teilnehmer die Bahn reserviert hatten. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken machten wir uns kurzerhand auf nach Polling zum „minigolfen“. Dort lies Clemens dann alle anderen „alt“ aussehen und lochte einen unangefochtenen Sieg ein. Danach ging es zurück an die Bahn und wir hatten Glück, dass zumindest Kevin, Björn und Daniel je nochmal 15 Minuten fahren konnten. Das bedeutete, dass dann Silvan am morgen vor dem Rennen sich die 25 Min. Training mit Daniel teilen musste. Aber eben, da wir uns eh keine großen Hoffnungen machten war auch das egal.

Björn zog die Nr. 22 für uns und Silvan konnte sich dann im Training um Platz 10 halten, bevor Daniel übernahm. Als dieser dann aber auf einmal auf P4 vor fuhr, fingen wir doch an zu überlegen wie wir das Qualifying am besten bestreiten sollten. Wir entschieden uns dann dazu Silvan Q1 fahren zu lassen und Daniel Q2, so dass Kevin notfalls dann Q3 fahren könnte. Und so kam es dann auch. In einer 1:01:288 Min. stellte Silvan das Kart auf P13 und erreichte damit das Q2 der besten 15. Dort machte Daniel dann in einer 1:00:700 Min. eine Punktlandung auf P5, sodass wir gar ins Q3 einzogen. Dort war Kevin dann allerdings, mangels Training, chancenlos und landete in einer 1:02:345 Min. mit dem neutralen Kart auf P5.

Nach dem stehenden Start konnte Kevin dann zunächst Boden gut machen und bereits in Kurve 1 auf P3 vorfahren. Allerdings währte dies nur kurz, da Kevin von den ungewohnten Gripverhältnissen in der Kurven Kombination 3-4-5 überrascht wurde und wieder einige Plätze verlor. In seinem 80 Min. Stint konnte er sich Runde für Runde allerdings immer besser einschießen. So gelang ihm dann auch in einer 1:00:450 Min. bereits unsere schnellste Rennrunde. Zwar wollten wir möglichst schnell unseren Heavy Turn fahren, aber zunächst mussten wir in Person von Silvan erstmal den ersten Short Turn über 25 Minuten einbauen, um das 2. Kart, welches wir als Möhre identifizierten, zu überbrücken.

Wir lagen auf P6 als Björn mit 97 Kg zum Heavy Turn übernahm. Gespannt waren wir wo er denn am Ende ankommt, hatte er von allen unseren Fahrern doch als Einziger überhaupt keine Outdoor Erfahrung. Überrascht waren wir dann allerdings wie gut er mithalten konnte. Am Ende gewann er sogar einen Platz und wir lagen wieder auf P5 als Daniel zu seinem ersten Turn einstieg. Mit einer klasse Leistung konnte er uns dann sogar auf P3 fahren, wo wir dann auch zur Rennhalbzeit lagen. Ob dieses Platzes rieben wir uns immer wieder verwundert die Augen. Hatten die Konkurrenten bereits mehr Fahrerwechsel gemacht? Wir wussten es nicht genau. Überrascht waren wir jedenfalls auch vom Team Schollenberger Racing, das bereits die Pole ergattert hatte und bei Rennhalbzeit immer noch in Führung lag.

Mit zunehmender Renndauer wurde es immer deutlicher, dass wir tatsächlich nicht so schlecht unterwegs waren. Obwohl vor Rennstart kategorisch ausgeschlossen, fingen wir langsam an P2/P3 ins Visier zu nehmen. Weiterhin keine Fehler machen und dann abwarten wo wir nach der 2. Möhre liegen, die sich Silvan und Kevin teilten. Beide lieferten wiederum eine extrem gute Leistung ab. Zwar verloren wir in dieser Zeit etwas mehr als eine Runde auf die Spitze, allerdings lagen wir immer noch auf P4, so dass wir uns dann berechtigte Hoffnungen auf das Podest machen konnten. Silvan mit dem zweiten Short Turn sowie Daniel zum Schluss legten nochmal alles in die Waagschale. Nachdem unsere direkten Konkurrenten auf P3 WnG/Scharmüller und Schollenberger Racing dann auch noch Fehler einbauten, war uns P3 dann relativ früh sicher.

Leider reichte es dann nicht mehr ganz zu P2 und Daniel überquerte mit 30 Sek. Rückstand auf Kart & fun als Dritter die Ziellinie direkt am Hinterrad von Scharmüller, die einen verdienten Sieg einfuhren. Herzlichen Glückwunsch an die beiden Sieger sowie an die anderen Teams für das super Rennen wie auch an Thomas Schaller für die Durchführung und Rennleitung. Einmal mehr zeigte sich auch, dass man vor allem fehlerfrei arbeiten muss, um das Podest zu erreichen. Bei so engen Rennen wie in der TKC mit so starken Gastteams kann das vorentscheidend sein. So erreichten wir einen für uns sensationellen P3 bei unserem ersten Outdoor Rennen.

Endstand:

 TKC 6. Lauf 9h Ampfing - 18.08.2018Runden
1.Scharmüller/WnG A/D517
2.Kart & fun Neckartenzlingen516
3.Formiko Racing Team515
4.WnG/Scharmüller515
5.Schollenberger Racing515
6.Schnitzelalm Racing514
7.Go fast pb upgraded RT 1514
8.Oachkatzlschwoaf Racing Team513
9.Kartbahn Bad Rappenau513
10.Nitro Racing Team512
11.NoNames511
12.Hot Wheels 05 Team 1511
13.Paydrivers511
14.Forever Racing510
15.Go Fast pb upgradet RT 2510
16.Play Kart (Italien)509
17.Undercut Racing509
18.GTC Schnitzelalm Mädels509
19.Speedranger509
20.Hot Wheels 05 Team 2508
21.SV Sulmetingen Motorsport508
22.Animi Ardor Racing508
23.Racing Team Stuttgart507
24.Apex Racing507

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