TKC Eiselfing – Gleich noch einmal

IMG_7485Exakt 2 Wochen nach den sensationellen Eiselfinger Racing Days hatten wir am vergangenen Wochenende gleich noch einmal das Vergnügen, uns auf die weite Reise nach Eiselfing zu machen, um dort am 6. Lauf der TKC teilzunehmen. 9h Race mit insgesamt 20 Teams. Wieder hat es Spaß gemacht und diesmal war die Kiste genauso eng gebaut wie vor 2 Wochen. Zwar nicht direkt an der Spitze, beim Kampf um P1, sondern dahinter.


Vielen Dank vorab von uns an Mike Fabry, vom Racing Team Stuttgart, der am Samstag morgen kurzfristig bei uns eingesprungen ist, damit wir nicht die 2 zusätzlichen Fahrerwechsel machen mussten, die ohne ein extrem hohes Risiko gehen zu wollen, nötig gewesen wären. So hat Mike uns mit einem tollen Ritt über 60 Minuten aus der Patsche geholfen und somit auch zum tollen Ergebnis beigetragen.

Ja ein tolles Ergebnis haben wir erreicht! P5 mit nur gut 1 Runde hinter dem Sieger und mit insgesamt ca. 25 Sekunden Rückstand auf P2 sowie ca. 10 Sek. hinter P3 und P4, deren Battle erst in der vorletzten Runde entschieden wurde. Trotzdem aber auch einfach ein bisschen ärgerlich für uns, hätten wir doch dieses Battle um P3 verhindern können.

Natürlich können nicht alle Karts durchgewechselt werden und so ist die Regelung, die Karts nach Tabellenstand zu vergeben noch die Fairste, um mit seinen direkten Konkurrenten annähernd dieselben Karts zu fahren und einen fairen Kampf zu haben. Einfach unbeschreiblich aber, dass wir (fast) immer beim losen des ersten Karts kein Glück haben. Schon im Training rieben wir uns mehrfach die Augen, ob der Zeiten die unser Kart ermöglichte. Sogar Teams mit Fahrern, die noch nie in Eiselfing gefahren waren sind uns um die Ohren gefahren. Man kann wirklich verzweifeln. Das gibt’s doch gar nicht.

So hatten wir keine Chance im Qualifying, wo zunächst Tamara wenigstens das minimal Ziel schaffte und unser Kart mit P13, in 1:09:742 Min. ins Q2 brachte. Dort kämpfte dann Bjorn mit dieser mehr als stumpfen Waffe und schaffte dann doch noch eine kleine Verbesserung. In einer 1:09:688 Min. schaffte er noch den Sprung auf P11. Trotzdem, mit gut 1 Sekunde Rückstand, meilenweit von der Spitze entfernt.

Auch nach Rennstart änderte sich das Bild nicht. Björn schaffte es zwar das Kart auf eine ansprechende 1:09:365 Min. runter zubringen und auch die durchschnittlich gefahrenen 1:09:400 – 500 Min. konnten sich sehen lassen, aber im ersten Stint verlor er trotzdem pro Runde z.T. mehr als eine Sekunde auf die Spitze. Erschwerend kam hinzu, dass (fast) auch alle Teams jetzt ihre schnellste Rennrunde fuhren. Bereits zu Beginn das ersten Kartwechsel hatte sich die Außentemperatur aber schon so erhöht, dass dann die Zeiten relativ schnell wieder deutlich langsamer wurden.

Somit verloren wir wertvolle Zeit, die uns am Ende eben fehlen sollte, um eine noch bessere Platzierung zu erreichen, lagen doch vor uns ausschließlich Teams, die unser Startkart nicht fahren mussten. Das soll die Leistung der Teams vor uns aber keinesfalls schmälern, verfügen sie doch auch ausnahmslos über sehr gute Fahrer. Trotzdem hatten sie diesmal ein Quäntchen mehr Glück als wir.

Unsere schnellste Rennrunde auf der ganzen Bahn fuhr Björn dann nach dem ersten Kartwechsel, unter bereits deutlich schwierigeren Bedingungen. Trotzdem konnte er in einer 1:08,801 Min. sogar unsere Topzeit vom 24er noch unterbieten. Wie man daraus schon ablesen kann, gab es eine 2. schnellste Rennrunde. Nach etwas mehr als 7 Stunden fing es an zu regnen. Anders als 2 Wochen zuvor hatte der Wettergott diesmal andere Absichten.

War es vor 2 Wochen Charly Raab höchstpersönlich gewesen, der in alter Chuck Norris Manier, den Regen vertrieb, als er sich einfach eine gelbe Flagge schnappte und sich drohend vor die große Hallentür stellte, so dass der Wettergott dann im letzten Moment doch noch einen Bogen um die Bahn machte. Gleiches gelang Rennleiter Thomas Schaller dieses mal nicht, zwar schnappte auch er nach der gelben Flagge, doch leider ohne Erfolg. Jedenfalls war der Einsatz des Pacekarts dann alternativlos.

Nach etwas tröpfeln ging der Regen binnen kürzester Zeit in einen Wolkenbruch über, so dass man gezwungen war, das Rennen hinter dem Pace Kart zu neutralisieren, bis die Halle geschlossen war. Wie immer gibt es bei einem solchen Vorgang Gewinner und Verlierer, so ist das eben im Motorsport. Da stellt dann jeder seine Rechnung auf, genauso wie wir es mit unserem Startkart gemacht haben. Gewinner und Verlierer versus Glück und Pech. Hier hielt es sich in Grenzen, jedenfalls soweit wir das mitbekommen haben und soweit es uns betroffen hat.

Natürlich klebte BKD Günzburg nach dem Restart fast an unserer Stoßstange, obwohl wir zuvor einen komfortablen Vorsprung von ca. 50 Sek. hatten. Pech eben. Kaum lief das Rennen aber wieder beorderten wir als einziges Team Tamara sofort in Box, die zuvor eine mega starke Leistung abgeliefert hat, um den letzten Fahrerwechsel auf Silvan durchzuführen. So war im Prinzip Silvan unser einziger Fahrer der dann in der Halle gefahren ist. Dadurch hatte er überhaupt keine Anpassungsschwierigkeiten auf der neuen Strecke und auch keine Mühe sich von der nassen, rutschigen Strecke wieder auf eine trockene umzugewöhnen.

Sofort war er im Rennmodus und deklassierte Silvansinnig teilweise die anderen Teams, die eben Mühe hatten sich umzustellen. Fast wäre so doch noch ein Sprung weiter nach vorne möglich gewesen, aber mit zunehmender Renndauer und insbesondere nachdem auch die anderen Teams ihre letzten Fahrerwechsel gemacht hatten, relativierte sich das ganze wieder etwas. So fuhren wir dann relativ sicher auf P5 über die Ziellinie und sind zufrieden damit.

Ein Glückwunsch an die Sieger des Rennens P1 Avia Racing Süd, P2 Kunstwerk Kartarena und P3 Kart & fun Racing. Vielen Dank auch an die anderen Teams für das einmal mehr sehr faire Rennen, auch unter diesen teilweise schwierigen Bedingungen. So gab es keine Probleme bei der Durchführung. Einmal mehr eine tolle Angelegenheit in Eiselfing. Last but not least haben wir nun auch den Deckel zu unserem Pokal wieder, der im Anschluss an das 24er Rennen abhanden gekommen war. Vielen Dank dafür an Raphael Brenninger, der unseren Deckel sorgsam gepflegt und behütet hat und dafür eine „kleine“ Belohnung erhielt.

Endstand:

 TKC 6. Lauf 9h Eiselfing - 23.07.2016Runden
1.Avia Racing Süd498
2.Kunstwerk Kartarena Ingolstadt Racing498
3.Kart & fun Racing497
4.Kart 2000 Racing Eiselfing497
5.Formiko Racing Team497
6.BKD Günzburg496
7.Hot Wheels Team 1496
8.Scharmüller A/D496
9.GR International Racing 1495
10.Kart 2000 Fun494
11.Hot Wheels Team 2494
12.Racing Team Stuttgart494
13.BKD Günzburg 2494
14.Forever Racing493
15.Kartliga-Sued.de492
16.Paydrivers492
17.GR International Racing 2491
18.CARTteam.de491
19.Kelden Racing491
20.Kart & fun Junioren486

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