Denkwürdiges Race Weekend – Weiterhin vom Pech verfolgt!

Formiko Racing TeamEin denkwürdiges Race Weekend in Grimma liegt hinter uns. Zwar können wir mit Fug und Recht behaupten, dass wir fahrerisch nach Jahren endlich auch in Grimma angekommen sind, genützt hat es trotzdem fast nichts. Bereits im 2-stündigen Pre Race Training am Freitag Abend in beide Richtungen, war klar, dass dieses Jahr mit uns zu rechnen ist. Alle 4 Fahrer mit allen Karts in beide Richtungen immer unter den Top 5 oder besser. Das machte uns wirklich Hoffnung auf gute Ergebnisse, auch wenn eine Ungewissheit blieb. Wann und wie lang wird es regnen? Zur Erinnerung: In Landau und Eiselfing waren wir im Regen sehr gut unterwegs, in Ampfing hingegen lag uns der nasse Untergrund überhaupt nicht.

Am Samstag morgen regnete es dann schon beachtlich als wir uns vom Hotel auf den Weg zum nahe gelegenen Kartcenter Grimma machten. Trotzdem waren wir guter Dinge, da Grimma wie Landau und Eiselfing auch, im Gegensatz zu Ampfing, eine In- u. Outdoor Bahn ist. Der Vorteil ist, dass eben nicht permanent im Regen gefahren wird. Im Training wurde dann deutlich, dass sich Silvan und Tobi im Regen weitaus besser zu Recht fanden als Chris und Niclas. Deswegen fuhr Tobi dann Q1 und stellte unser Kart in einer 1:28:560 Min. auf P2. Der Regen wurde nun zwar stärker, doch Silvan stellte unser Kart in Q2, in einer 1:29:745 Min. wiederum auf P2. In Q3 war Chris nun krasser Außenseiter, dennoch eroberte er Startplatz 3 in einer 1:29:712 Min.

Wir begannen das Race dann mit dem kurzen Short-Turn. Danach wechselte Chris dann auf Tobi, der sofort den Heavy Turn im Regen in Angriff nahm. Bei abtrocknender Strecke, nahm das Rennen immer mehr an fahrt auf. Zu jederzeit waren wir in Schlagdistanz, da sich nun die Trainingseindrücke auch im Rennen bestätigten. Chris fuhr uns mit einem klasse Stint ganz nah an die Spitze. Uns war klar, dass wir das Rennen auf dem Podest beenden würden. Dann ereilte dem führenden Team Scharmüller plötzlich ein unerwartetes Problem. Deren Kart ging einfach auf der Strecke aus. Überraschend wurde aber kein Rotlicht geschaltet, wie es bei solchen Fällen beim 24er in Grimma gemacht wird. Dadurch verlor das Team gut 105 Sekunden bevor es weiterfahren konnte.

Ein herber Schlag für den Titelverteidiger, der uns aber zunächst in die Karten spielte. Von einem auf den anderen Moment waren wir nun ganz klar der Favorit auf den Tagessieg. Wie es aber in diesem Jahr ist, klebt uns das Pech am Lenkrad. Unsere überragende Performance, die Niclas zunächst nahtlos fortsetzte, wurde dann kurze Zeit später auch jäh beendet als ihn dasselbe Schicksal ereilte.

Niclas wartet, wartet und wartet…

Zunächst wunderten wir uns warum er auf einmal 3 Sek. langsamer fuhr. Dann kam er gar nicht mehr in die Halle. Stattdessen lief er hinten beim Halleneingang neben dem Kart auf und ab. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis endlich ein Ersatzkart da war. Sage und schreibe 150 Sekunden verloren wir und fanden uns dann auf P5 wieder.

Wir waren einfach nur sprachlos und kurze Zeit später perplex als Tobi mit dem nächsten Kart wiederum massive Probleme hatte. Bereits in seiner ersten Runde zeigte das Kart ständige Aussetzer. Trotzdem gelang es Tobi irgendwie in die Box zurückzukehren und auf ein anderes Kart umzusteigen. Nochmals 50 Sek. verloren und wir lagen aussichtslos auf P9. Nichts mit einem evtl. Sieg oder mindestens P2. Ein unglaublicher Frust Moment. Uns wurde dann nur mitgeteilt, dass beim Kart von Niclas wohl „dreckiges“ Benzin die Spritzufuhr zum Motor verhinderte und deswegen der Motor ausging. Bei Kart von Tobi stellte sich dann heraus, dass zuvor bereits die Black Crows mit demselben Kart liegen geblieben waren.

Ob Tobi dann irrtümlich das defekte Kart gegeben wurde ist uns nicht bekannt. Dennoch sind beide Geschehnisse einfach unglaublich. Noch unglaublicher ist aber, dass der komplette Schaden zu Lasten von unserem Team ging, obwohl wir völlig unverschuldet in die Situation geraten sind. Der Frust war mega groß und wir hatten logischerweise keine große Lust mehr an dem Rennen. Trotzdem konnte Silvan uns dann im letzten Stint nochmal auf P7 nach vorne fahren. Ihm gelang dann auch, in einer 1:15:069 Min. noch unsere schnellste Rennrunde. Nutznießer der ganzen Probleme waren die Teams: POWERhall Racing, die völlig unerwartet den Rennsieg einfuhren, sowie Vaillant-E auf P2 und PF Racing, welches P3 abstaubte. Glückwunsch dazu an alle 3 Teams.

Zum Bericht des 2. Race in Grimma

Endstand:

 TKC 4. Lauf 7h Grimma - 22.08.2020Runden  
1.POWERhall Racing Team316
2.Vaillant-E316
3.PF Racing316
4.Kartbahn Bad Rappenau316
5.Scharmüller/WnG A/D315
6.MR Performance by SGS315
7.Formiko Racing Team314
8.PT Racing314
9.POWERhall Racing Fun313
10.Limitless Racing313
11.Hot Wheels 05 Team 1313
12.Black Crows313
13.Go Fast pb ugraded Racing Team 1312
14.HRO Team by KFC 1312
15.PegaMenis Racing Team312
16.KWP Racing311
17.Go Fast pb upgraded Racing Team 2311
18.Hot Wheels 05 Team 2310
19.X-Faktor Kartsport310
20.HRO Team by KFC 2307
21.Drakenburg All Stars305
22.Kartbahn Bad Rappenau 2304
23.Black Phoenix Grand Prix302

Formiko Racing Team

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