7. Lauf IKL – Rottweil

Das darf doch nicht wahr sein. Das kann doch nicht sein. So unsere ersten Gedanken nach kaum 55 Minuten Renndauer beim 7. IKL Lauf in Rottweil. Ungläubiges Staunen was sich nach dem ersten Kartwechsel bei einigen Teams auf der Anzeigetafel abspielte und sich auch im weiteren Rennverlauf nicht änderte. Einige Transponder streikten sporadisch und machten aus einem für uns bis dato sehr guten Rennverlauf eine mehr oder weniger unangenehme Veranstaltung.

Aber beginnen wir von vorne. Eigentlich sind wir ohne grosse Erwartungen nach Rottweil gereist. Unser Ziel beschränkte sich darauf, den Stuttgarter Teams (RTS, ASL und GR) einigermassen Paroli zu bieten und auch in Schlagdistanz zu den beiden IKL Primussen Kartraceland und Kart 2000 zu bleiben, um unseren, bis dahin erreichten 3. Gesamtplatz in der IKL zu verteidigen. Fabian, Andreas und Ronald kannten die Anlage aus verschiedenen Schwarzwaldcup Rennen aus den Vorjahren und waren dort immer eher schlecht als Recht unterwegs gewesen und für Björn war die Strecke komplett neu.

Einziger Hoffnungsschimmer war, das diesmal in Rottweil das Rennen mit der neuen Hubi-Kart Flotte, die damit ihre erste Bewährungsprobe hatte, durchgeführt werden sollte. Im Training konnten wir Recht gut mithalten und fanden uns unter den 14 Stammteams der IKL im Mittelfeld wieder. Im Qualifying konnte Ronald unser Kart dann auf einen guten P4 stellen. Damit landeten wir direkt hinter unseren Hauptkonkurrenten auf P3 in der Gesamtwertung der IKL, GR International Racing. Schneller waren diesmal Kart 2000 mit Mexx Graber auf P1 vor ASL Racing mit Jan-Niki Krüger. Leader Kartraceland diesmal nur auf P5 vor dem starken Team der Kartbahn Bad Rappenau.

Gleich nach dem Start konnte sich Ron an die Fersen der ersten 3 heften. Schon nach wenigen Minuten deutete sich an, dass Ron heute einen dieser Tage erwischt hatte, an denen alles klappt. Er baute mit dem Kart immer mehr Speed auf und so war es nur eine Frage der Zeit, dass er auf P1 vorstürmen würde. Dies gelang dann auch kurz vor dem ersten Kartwechsel und die Freude bei uns war natürlich riesengross. Kaum 5 Minuten später aber war die Freude dann schon in ein ebenso grosses Mass an Frustration umgeschlagen. Andy übernahm das Kart und auf Grund von einem fehlerhaften Transponder wurden wir bis ans Ende des Feldes durchgereicht. Dasselbe passierte auch mit GR International und ASL Racing, also den 3 Teams, die bis dahin vor Kart 2000 und Kartraceland geführt hatten.

Eine mühsame Veranstaltung ab diesem Zeitpunkt bei noch gut 6,5 Std. ausstehender Renndistanz. Egal, aus der Not eine Tugend gemacht und nach dem der erste Frust gewichen war, alles in positive Energie umgewandelt. Wirklich toll wie sich die Jungs zusammenrauften und alles gaben. So fuhren alle 4 unglaublich gut. Jeder Fahrer unterbot die Schallmauer von 47 Sek. mehrfach und am Ende hätte Fabian in einer 46,610 Sek. fast noch die schnellste Rennrunde geholt. Respekt Jungs!

Zum Glück gibt es Smartphones, so dass wir relativ einfach peinlich und genau den weiteren Verlauf filmen und notieren konnten. Nach jedem Kartwechsel ein Filmchen gedreht und jeweils den Führenden eine Runde begleitet um Position und Abstände zu dokumentieren. Somit wussten wir auch nach den folgenden Kartwechseln, dass wir immer noch in Führung lagen. Erst ab etwa Rennmitte zog Kartraceland an uns vorbei und obwohl wir immer wieder Runden verloren wussten wir zu jeder Zeit das wir eigentlich nur wenige Sekunden zurück auf P2 lagen.

Nach dem das Rennen beendet und Kartraceland auf P1 abgewunken wurde, wurden auch hier die Abstände der einzelnen Teams auf P1 dokumentiert. Von der Kartbahn wurden abschliessend alle Runden aller Teams ausgedruckt und anhand dieser Unterlagen wird nun der tatsächliche Endstand ermittelt und die verlorenen Runden, die eindeutig auf Transponderfehler zurückzuführen sind, gut geschrieben. Die Auswertung wird sowohl vom Veranstalter als auch von 4 Teamchefs, u.a. der IKL Rennkommission, durchgeführt und abgestimmt. Wir lagen am Ende auf P12 mit 22 Runden Rückstand und überquerten 34 Sekunden nach Kartraceland die Ziellinie. Nun sind wir gespannt zu welchem Ergebnis dieser Personenkreis am Ende kommt. Für uns dürfte es nicht so schlecht aussehen, da wir nach Auswertung unserer Videos sowie den ausgewerteten Runden ein ziemlich klares Ergebnis haben…

Nachtrag:

Was wir schon vermutet haben, ist nun offiziell. Nach dem Sieg beim 5. IKL Lauf in Weil haben wir nun beim 7. Lauf in Rottweil unser 2. bestes Saisonergebnis mit P2 eingefahren. Damit sind wir bisher bei keinem Rennen schlechter als P4 gewesen. Als Team, das seine 1. IKL Saison fährt, unter 14 Startern, gar nicht mal so schlecht.  Durch die Strafversetzung von Kart 2000 Racing Team auf den 8. Platz, sind wir in der Gesamtwertung nun sogar auf P2 vorgerückt. Diesen Platz zu halten wird beim letzten Rennen in Eiselfing aber sehr schwer werden. Versuchen werden wir’s aber auf jeden Fall. Das gibt nochmal ein packendes Duell

Endstand:

1. Kartraceland R.T.
2. Formiko Racing Team
3. GR International R.T.
4. Racing Team Stuttgart 1
5. ASL Racing
6. Kartbahn Bad Rappenau
7. Racing Team Stuttgart 2
8. Kart 2000
9. Jagdgeschwader
10. Kartraceland Youngsters
11. All-Kart Racing Team
12. GR International Racing 2
13. ASL Racing 2
14. Argovia Oldys

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Nachträgliche Siegerehrung vom 7. Lauf beim Finale am 15.11.2o14 in Eiselfing.

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