5. IKL Lauf – Rottweil

P1 5. Lauf IKL RottweilSo ist das also, wenn man immer hinter einem anderen Team ins Ziel kommt. Wer gesagt hat „Hochmut kommt vor dem Fall“, der hat Recht gehabt. Dass das vor allem so schnell passiert, da haben wir überhaupt nicht mit gerechnet und war auch gar nicht unser Ziel. Ehrlich gesagt haben wir uns das auch gar nicht vorstellen können, dass wir dieses Team, in ihrer wohl bisher stärksten Besetzung, überhaupt schlagen können, aber trotzdem. Den Seitenhieb, der in erster Linie an den Verfasser der Botschaft gerichtet ist, kann ich mir nicht verkneifen.

Wir gönnen es jedem anderen Team so viel Erfolg wie möglich zu haben. Achtung, Respekt und Ansehen erwirbt man sich nicht nur im Moment des Sieges oder des Triumphes und schon gar nicht in dem man Gegner lächerlich macht… Deshalb hat es mich umso mehr gefreut, dass unsere Fahrer, alle 4, Tamara, Andy, Fabian und Björn eine Leistung geboten haben, die ich gar nicht in Worte fassen kann. Hammerstark, einfach sensationell und das nach einem Rennen, dass für uns gar nicht schlechter hätte beginnen können…

Niemals hätte ich damit gerechnet, dass wir unsere Negativ-Serie nochmals toppen können. Das Kart, welches wir gezogen haben. Unfucking fassbar. 2,5 Std. Training. Platz 9 von 10. Chancenlos über 1 Sek. langsamer als die Spitze. Qualifying. Björn fährt, gibt alles, aber chancenlos. Platz 9 von 10, nur die IKL Friends mit ihrem über 100 Kg Fahrer knapp hinter uns…

Start, Björn kämpft, lässt sich nicht abschütteln und schafft es mit diesem Kart, über fast 50 Min., den Anschluss ans Mittelfeld zu halten. Ganz Stark, aber trotzdem schon mehr als 1 Runde Rückstand auf den Doppelsieger der letzten beiden Rennen, Team Ingolstadt. Fabian übernimmt. Auch kein gutes Kart, aber schon deutlich besser. Fabian kämpft sich 1-2 Plätze nach vorn, ebenso stark, Rückstand zur Spitze wächst trotzdem auf 2 Runden. Unglaublich! Trotzdem kämpfen, alles geben. Wir wussten ab jetzt bekommen auch wir die schnellen Karts.

Danach ein wahres Feuerwerk. Gestählt durch unser Startkart, war nun jedes Kart ein Brenner, so sagten alle 4 immer wieder: „Hammer war das letzte Kart gut“. Und so fuhren sie auch. Bei Halbzeit des Rennens hatten wir den Rückstand aufgeholt und kurz danach dann die Führung übernommen. Ein Brenner jagte den Anderen. So konnten wir den Vorsprung auf etwas mehr als 1,5 Runden bis zu den letzten 3 Stints ausbauen. Nun sollten wir wieder schlechtere Karts bekommen, aber eben, weit gefehlt, alle Karts, wirklich alle Karts waren Brenner. Keine Chance für den Gegner, der mit seinen außergewöhnlich guten Fahrern, die ausnahmslos alle unseren Respekt genießen, natürlich nochmal alles versucht hat. So konnte Marcel in einer 44,335 Sek. auch die schnellste Rennrunde von Andy noch toppen, der bis dahin mit einer 44,418 Sek. die Bestmarke gesetzt hatte. Am Ende dann aber kommen wir doch mit gut 27 Sek. Vorsprung als Erster ins Ziel. Die Sensation ist perfekt.

Glückwunsch Tamara, Fabian, Andy und Björn. Nach dem schwierigen Start mit allen Karts 44er Zeiten gefahren. Ich zumindest habe kein anderes Team gesehen, was das geschafft hat. Hammerstarke Leistung und am Ende ein verdienter Sieg. Gratulation an Team Ingolstadt für P2 und Glückwunsch an ASL Racing auf P3, die mit ihrer besten Saisonleistung auch verdient aufs Podium gefahren sind. Wie eng das aber war, zeigt auch die Tatsache, dass alle Teams von P3 – P6 in einer Runde fuhren. Das Rennen insgesamt wieder sehr, sehr fair. Diesmal sogar ohne schwarze Flagge, da alle Boxeneinfahrten bestens klappten. Ein Dank natürlich von uns auch an die Bahn in Rottweil, die mit einer Ausnahme, zu jederzeit alles im Griff hatten.

Euch allen schöne Sommerferien. Erholt Euch gut und bleibt gesund. Wir freuen uns auf das nächste Race, nach der Sommerpause, in Weil am Rhein.

Endstand:

1. Formiko Racing Team
2. Team Ingolstadt
3. ASL Racing
4. Kartraceland R.T.
5. Racing Team Stuttgart
6. Jagdgeschwader
6. Kart 2000
8. Scuderia indyKart Rottweil
9. ASL Racing 2
10. IKL Friends

P1 5. Lauf IKL Rottweil

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