3h Silver Team Cup Stettin

Stettin 03.04.16_neuDas Formiko Team, in dem Fall Gunnar und Seppl, befand sich am Samstag Mittag wieder auf dem Weg gen Osten mit dem Ziel Stettin. Wer sich an den Dezember 2015 erinnert weiß, von dort bringt man gern Trophäen mit. Wir freuen uns jedenfalls immer diese tolle Kombination aus Hotel und Kartbahn verbunden mit dem leckeren Restaurant besuchen zu können. Grund für die Reise war eine Einladung von Remik, Organisator der PIKC und weiteren Events in Stettin, zu gleich zwei 3 Stunden Rennen. Die Polnische Indoor Kart Championship kurz PIKC ist auch das Stichwort, treten doch mit Daniel, Ole, Gunnar sowie Seppl und Christoph ganze 5 Formiko Fahrer bei diesem Einzelfahrer-Event im Mai an. Also gab es am Wochenende ausreichend Gelegenheit zu trainieren, zumal die Strecke im Vergleich zum Dezember kräftig umgebaut wurde.

Für das erste Rennen am Samstag reisten nicht nur Gunnar und Seppl an, auch Ole kam in Begleitung von André Lohse, um als Küstenjungs by WRT anzutreten. Auch die Maliszewski Brüder Tomec und Christoph, in Form von HTC-Racing sowie Peter und Benjamin Wippich, kurz Hardycom aus Mecklenburg hatten sich angekündigt. Los ging es mit einem kurzen freien Training. Das hieß 7,5 Minuten für jeden Fahrer um sich einzuprägen wo die neue Strecke lang führt. Gunnar drehte dann auch prompt in die Begrenzung weil Kurve 2 nun 180 Grad statt der alten 90 Grad besitzt. Erster Fazit, die Strecke gefällt uns wirklich gut und verspricht ein tolles Rennen.

Im Quali musste sich dann Seppl beweisen und in drei Hot-Laps auf jeweils unterschiedlichen Karts die bestmögliche Gesamtzeit einzufahren. Knapp gelungen, Platz 2 hieß es für den Start. André und Ole folgten kurz dahinter auf Platz 4. Weniger gut lief es für HTC die vom 6. Platz starteten und somit in die zweite Kartwechselgruppe fielen. Das bedeutet sie bekommen die Karts der Teams 6 – 10 aus der Startaufstellung im Verlauf des Rennens und konnten sich weniger gut mit Formiko und den Küstenjungs vergleichen. Um eins vorweg zu nehmen, die Pole Position hatte in beiden Rennen Michal Ryndzionek. Er trat allein zu beiden Rennen an und lieferte eine klasse Leistung ab. Besonderheit des Rennens waren die 5 Joker, die jedes Team machen musste. Ein Joker kann ein gutes taktisches Mittel sein für den Fall, dass man im Verkehr fest hängt. Man biegt also in die Box ab, betätigt den Bumper und darf nach einer Standzeit von 12 Sek. wieder zurück auf die Strecke. Seppl und Gunnar fuhren alles in allem ein wirklich problemloses Rennen. Der in Führung liegende Michal war jedoch nicht zu schlagen und somit zeichnete sich ein spannender Kampf um Platz 2 zwischen Formiko und den Küstenjungs by WRT ab. Zu Rennbeginn musste Seppl den schnelleren Ole passieren lassen aber blieb in Schlagdistanz. Gegen Rennmitte machten sich aber Ole und André daran einen kleinen Vorsprung rauszufahren. Kein Grund für Seppl aufzugeben, liegt ja auch nicht in seiner Natur. Mit riesen Schritten holt er in seinem letzten Turn auf Ole auf und dieser musste sich für den Moment geschlagen geben. Mit einem kleinen Vorsprung übergab Seppl dann an Gunnar und für Ole übernahm André. Auf der Strecke dann schien zunächst der rausgefahrene Vorsprung auszureichen. Klarer Fall von „zu früh gefreut“. Circa 10 Runden vor Schluss zündet André nen Turbo und beginnt fast ne halbe Sekunde pro Runde auf Gunnar aufzuholen. Dieser war sichtlich überrascht, konnte jedoch an seinem Kart keinen Turbolader mehr finden und deshalb 4 Runden vor Schluss den Angriff nicht mehr abwehren. Riesen Jubel brach aus bei den Küstenjungs by WRT und Seppl sowie Gunnar freuten sich trotzdessen über einen verdienten Podestplatz. Nach dem Erfolg musste André jedoch den Teampartner tauschen und brachte Ole heim, um Daniel abzuholen.

Team Formiko und HTC fanden sich nach dem Abendessen zu einem kleinen Umtrunk ein. Somit hatten alle eine kurze Nacht. Sonntag früh ging’s dann in Rennen zwei und Seppl und Günni wollten sich unbedingt steigern zum Vortag. Das gelang Gunnar leider im Training noch nicht und er entschied dass Seppl wieder das Quali übernehmen musste. Wie schon am Vortag stellte er dann das Kart auf P2. Diesmal rutschte auch HTC unter die besten 5 in der Startaufstellung, nur den Küstenjungs gelang dies leider nicht. Daniel kam zwar sofort mit der neuen Strecke klar aber das Kart gab nicht so viel her, somit Wechselgruppe 2. Dann erfolgte der Start. Wieder zog Michal weg und Seppl konnte nur knapp folgen. Dahinter öffnete sich aber bereits eine Lücke zu Christoph, der den Start für HTC fuhr. Wie ein Flitzebogen schoss Daniel in Runde 1 von seinem schlechten Startplatz nach vorne, saß aber nach wie vor auf seinem nicht so tollen Kart. Relativ schnell wurde klar, dass es heute der Tag des Bumpers wurde. Zuerst sollte nämlich Tomec bei der Boxeneinfahrt daneben greifen und handelte sich damit einen 2. Versuch ein. Wenig später ereilte leider auch Daniel dieses Schicksal und somit war der Zug zur Spitze abgefahren. Gunnar erlebte seinen besten Turn auf dem Startkart von Christoph und unterbot dessen Zeit um wahnsinnige 2 Hundertstel, bleib aber 1/100 über der Teambestzeit von Seppl. Bis dato fehlerlos übergab dann Seppl, nach einem Doppelstint, wieder an Gunnar. Beide hatten bereits 4 von ihren 5 Jokern erledigt und waren dadurch in Reichweite von Michal. Gunnar hob sich den letzten Joker für den Schluss auf und fuhr direkt nach dem Kartwechsel erneut die Box an. Zur großen Überraschung fährt vor ihm auch Michal in die Box und das bedeutet er ist noch in Reichweite. Dann passiert es, Gunnar trifft zwar den Bumper, aber dieser löst nicht aus. Dazu kommt dass er außerdem nicht mehr in Reichweite ist und aussteigen ist verboten. Somit muss er in die zweite Anfahrt und damit ist ein möglicher Kampf um den Sieg dahin. Mancher würde jetzt von einem verkorksten Wochenende sprechen, vergebenen Chancen usw., aber alle Beteiligten sahen das als Generalprobe für die PIKC in einem Monat und wurden zudem von den spendablen Veranstaltern reichlich mit schönen Pokalen belohnt. Ich wiederhole es gerne: Stettin ist immer eine Reise wert und hier wird Kartsport gelebt frei nach dem Motto „The Challenge is my Passion“.

Endstand, 3h 02.04.2016 Endstand, 3h 03.04.2016
1. Ryndzionek Racing Team 1. Ryndzionek Racing Team
2. Küstenjungs by WRT 2. Formiko Racing Team
3. Formiko Racing Team 3. Küstenjungs by WRT
4. Stars Silver 4. Trans WP
5. Trans WP 5. Stars Silver
6. HTC Lübeck 6. HTC Lübeck
7. Team Cartec 7. Arbet Racing
8. Racing Lex 8. New Force
9. Team Stefan 9. Team Cartec
10. Handycom Team 10. Handycom Team

Stettin 03.04.16_neu

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