2. Lauf der NTC Berlin

ntcAm Samstag stand der 2. Lauf zum Norddeutschen Team Cup (NTC) an und welcher in der Kartworld Berlin ausgetragen wurde. Somit gab es ein Heimspiel für das gleichnamige NTC-Team. Für uns, in der Besetzung Daniel, Ole und Günni, hieß das, im Vorfeld des Rennens die Strecke kennen zulernen. Nur Ole bestritt bereits, im Vorjahr, ein Rennen auf dieser Bahn und ist somit der erfahrenste von den Dreien. Daniel und Ole nutzten zudem für die Vorbereitung den Lauf der Formel 10 und konnten trotz wenig Erfahrung, zusammen mit Eugen, einen respektablen 6. Platz vorweisen. Günni tastete sich zunächst mit einem kurzem Trainingsrennen unter Freunden und anschließend mit einer Stunde direkt vor dem Renntag an die Strecke heran. Für alle drei Fahrer hat sich ein Eindruck durchgesetzt, Berlin ist anstrengend und macht trotzdem richtig Spaß, kurz gesagt die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Die letzte Vorbereitung fürs Rennen hieß dann 1,5h freies Training am Renntag, welches Ole, Daniel und Günni sich brüderlich teilten.

Zum Quali machten sich anschließend Daniel und Ole bereit. Daniel fuhr den ersten Teil und brachte das Team sicher in die Top 5. Anschließend bestätigte Ole, dass er mit der Strecke super zurecht kommt und stellte die Kiste im Hot Lap Quali auf Platz 3. Die Pole-Position sicherte sich Waterkant Racing vor WRT Lübeck. Damit durfte Ole dann auch die erste Rennstunde unter die Räder nehmen. Der anschließende Start erfolgte stehend, was an den Positionen wenig änderte. Nachdem sich alle aus der Spitzengruppe einig waren konnten sie sich auch nach und nach vom Rest des Feldes absetzen. Bei den ersten Kartwechseln durften nun die ersten drei des Laufes in Rostock ihre Strafzeiten absitzen. Für das Heimteam von der Kartworld Berlin war dies bereits nach dem ersten Kartwechsel und 30 Sekunden extra Standzeit erledigt.

Drakenburg feat. Avia durfte die Prozedur beim zweiten Kartwechsel wiederholen und wir konnten uns das Rennen ganze 3-mal entspannt aus der Boxengasse anschauen. Den Mittelteil des Rennens teilten Günni und Daniel unter sich auf, um Ole nochmal zu schonen für eine mögliche Schluss-Offensive. Es war ein komisches Gefühl durch die 90 Sekunden Strafe, irgendwie fuhr man ganz für sich alleine. Eigentlich eine bittere Pille mit so viel Rückstand auf einer anspruchsvollen, fremden Bahn unterwegs zu sein. Um es ein wenig vorweg zu nehmen fehlten uns für eine richtige Aufholjagd ein wenig die Mittel und Wege. Ganz anders sah es bei den anderen beiden Teams mit dem Handicap aus. Das Team von Kartworld spielte ganz klar den Heimvorteil aus um ihre 30 Sekunden Strafe ungeschehen zu machen und das gelang wirklich gut. Fanden sie sich doch kurz vor dem Ende auf Position 3 wieder.

Auf den Plätzen 1 und 2 schienen die Dinge klar zu sein. Waterkant Racing führte vor WRT Lübeck, welche nicht einmal mehr eine Stop & Go Strafe hätte gefährden können. Kommen wir nur zur ultimativen Schlussphase, welche an Spannung kaum zu übertreffen war. Circa 30 Minuten vor Schluss schickte sich Drakenburg feat. Avia an einen Husarenritt Richtung Podest zu starten. Die beiden Fahrer Stephan Hecklau und Alex Nolting ließen dabei völlig vergessen, dass auch sie mit einer Strafzeit von 60 Sekunden belegt waren. 20 Minuten vor dem Ende erreichte dann Stephan den auf Rang drei fahrenden Tobias. Es entbrannte eine Art Katz und Maus Spiel, bei dem Stephan wirklich alles versuchte um irgendeine Lücke zu finden bzw. irgendwo seinen Überschuss nutzen zu können. Er setzte dann nach etlichen Runden ein Manöver am Ende der Zielgeraden, kam aber nicht sauber durch und gab den Platz fair zurück. Tobias verteidigte dann auch den letzten Podiumsplatz bis zum Schluss mit allen Mitteln, die er finden konnte und beide lieferten allen Zuschauern wirklich Kartsport vom Feinsten. Hinter dem Kampf-Duo kam dann mit Mirko das Team aus Schwerin ins Ziel und danach folgte dann Ole, der mit Platz 6 das Minimalziel von Formiko sicherte.

Es war diesmal wirklich eine wenig auffällige Vorstellung der drei Ameisen, was wahrscheinlich auch auf die hohe Strafzeit zurückzuführen ist. Jedoch war keiner der drei Fahrer über das Ergebnis enttäuscht. Nun wird nach Celle geschaut, wo in 2 Wochen schon der nächste Lauf ansteht und dieses Mal ohne Strafzeit. Hinter unseren Jungs von Formiko kamen dann noch das Team von RS Racing sowie die Eagles aus Hamburg und das Racing Team Stralsund ins Ziel. Bis auf die überaus spannende Schlussphase verlief das Rennen ohne große Zwischenfälle, lediglich ein defektes Achsschenkellager führte zu der einzigen kurzen Gelblichtphase. Sowohl Rennleitung als auch das Team der Boxengasse und dem Bistro machten einen Top Job und verdienen an dieser Stelle ein großes Lob.

Als Fazit bleibt eigentlich nur eins zu sagen. Die Strecke in Berlin hinterlässt bei jedem ihre Spuren, ob an den Händen oder im Kopf. Und allen Kritikern zum Trotz fanden wir eine angenehme Atmosphäre vor, sowohl zwischen allen Teilnehmern als auch von den Motoren. Speziell unser „Kartbahn-Kanarienvogel“ Günni fühlte sich richtig wohl und wird wohl in Zukunft die Kartworld zu seiner Trainingsstätte machen.

Endstand, 6h 09.04.2016

1. Waterkant Racing
2. WRT Lübeck
3. Kartworld Berlin
4. Drakenburg feat. Avia Racing
5. Motodrom Schwerin
6. Formiko Racing Team
7. RS Racing
8. Eagles Hamburg
9. KRT Stralsund

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